MG-Schüler erhält Jugendehrenamtspreis des Lions Club Jever

JEVER/WAN Zum vierten Mal vergab der Lions Club Jever am Mittwoch den Jugendehrenamtspreis. Als Preisträger 2016 wurde der 18-jährige Mustafa Fakhro in einer Feierstunde im jeverschen Kino ausgezeichnet. Die Urkunde dazu ist mit 500 Euro dotiert.
Zehn Vorschläge aus den städtischen Vereinen habe es gegeben, erläuterte Martin Schadewald dazu. Die Frage sei gewesen, was war noch besser als gut.

FOTO: Lara Terhardt (v.l.), Mustafa Fakhro und Anna-Lena Schulz wurden beim Jugendehrenamtspreis des Lions Club Jever von Martin Schadewald, Dr. Peter Pietsch und Manfred Folkers ausgezeichnet.

Dass die Wahl auf Mustafa Fakhro fiel, sei angesichts der Liste von herausragenden ehrenamtlichen Leistungen aber quasi ein Selbstläufer gewesen, betonte der LC-Präsident des letzten Jahres.
„Da habt Ihr genau den Richtigen ausgesucht“, zitierte er Landrat Sven Ambrosy, der Fakhro als engagiertes Kreisschülerratsmitglied zu schätzen weiß. Der Schüler nahm an Seminaren teil und nutzte auch an diesem Abend die Gelegenheit, für das Jugendparlament des Kreises zu werben, das im kommenden August gewählt wird. Seit Jahren aber engagiert sich der angehende Abiturient bereits am Mariengymnasium zu Jever, wo er wichtige Projekte ins Leben rief. Dazu gehörte neben den Mittelstufenparties ein Volleyball-Turnier und die Einführung des digitalen Schülerausweises.
Am MG aber auch sonst hat er sich außerdem zugunsten der Flüchtlinge hervorgetan. Hier würdigte Schadewald insbesondere die Arbeit als Integrationslotse und die gezielte Hilfe für eine Familie. Herausragend sei bei diesem Thema außerdem seine Mentorenrolle gewesen, in der er mit weiteren Schülern des MG zwei große Vorstellungsveranstaltungen im Bürgerhaus Schortens für hier untergekommene Flüchtlinge als Mentor organisierte und begleitete. Und ganz nebenher bleibe dann noch Zeit für das Singen im Chor seiner Schule.
Fakhro ist im Übrigen auch Schülersprecher des MG und seine Vorgängerin war Anna-Lena Schulz. Die erhielt an diesem Abend aus den Händen des amtierenden LC-Präsidenten Manfred Folkers den mit 150 Euro dotierten Sonderpreis „Lions/Leos“ für dieses Wirken an der Schule wie vor allem auch für ihre ehrenamtlichen Leistungen als Motor des Leos Clubs „Achtern Diek“.
Für den Sonderpreis „Sport“ lobte eingangs Dr. Peter Pietsch als Laudator Lara Terhardt. Die erst 16-Jährige ist ebenfalls Schülerin am MG mit dem klaren Berufsziel als Sportlehrerin. Schon jetzt wirkt die Turnerin des MTV Jever ehrenamtlich als Übungsleiterin, Wettkampfrichterin und Projektleiterin. Auch sie bekam 150 Euro zur Urkunde, während die übrigen sieben Vorgeschlagenen jeweils einen Büchergutschein über 25 Euro erhalten. Die Feierstunde mündete dann in den gemeinsamen Genuss des Rob-Reiner-Films „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Jack Nicholson und Morgan Freeman.

Autor : Wolfgang A. Niemann

Statt Weihnachten erlebte Hutham Chanukkah

JEVER/KIRYAT GAT/WAN Statt Weihnachten erlebte Hutham Hussein aus Jever dieses Jahr Chanukkah, dieses achttägige jüdische Lichterfest begann am 24. Dezember. Die 18-Jährige absolviert seit dem 1. September ein Freiwilliges Jahr im Kinderheim „Neve Hanna“ in der israelischen Wüstenstadt Kiryat Gat.

Sie hatte von diesen Einsätzen an ihrer Schule gehört, als Antje Naujoks im Herbst 2014 als Ehemalige des Mariengymnasiums zu Jever über ihre langjährige Arbeit dort in der Negev-Wüste einen Vortrag hielt. Hutham begeisterte sich sofort für ein solches Volontariat und durchlief nach ihrem Abitur im Juni sämtliche Auswahlprüfungen mit Bravour (die WZ berichtete).

FOTO: Hutham Hussein (links) bei den Vorbereitungen mit Antje Naujocks in Jever

Antje Naujoks, selbst aus Jever stammend, unterstützte sie natürlich und ist auch jetzt im Bedarfsfall eine stets hilfreiche Anlaufstelle. Sie arbeitet seit vielen Jahren für das 1974 von der deutschstämmigen Pädagogin Hanni Ullmann gegründeten Kinderheim, wohnt allerdings in der Wüstenmetropole Beer-Sheeva. Sie ist auch diejenige, die am 26. Dezember für ein deutsch-jüdisches Chanukkah-Fest als „Channunachten“ für Juden, Muslime und Christen in ihrem Zuhause sorgte.

Allerdings erklärt Hutham in ihrem ersten Bericht aus Kiryat Gat, dass ihr Weihnachten nicht fehlt, schließlich hat sie – wie schon ihr Name vermuten lässt – einen muslimischen Vater. Da sie selbst aber gar keiner Religion angehört, gibt es da auch keinerlei Reibeflächen zu den Menschen um sie herum. Dass sie durch ihren einst aus Palästina geflüchteten Vater jedoch Arabisch spricht, hat sich als großer Vorteil herausgestellt.

In dem Kinderheim, das sich Kindern aus schwierigen bis völlig gestörten Familienverhältnissen widmet, von deren rund 80 zwischen sechs und 18 Jahren die Hälfte ganz dort wohnt, gibt es neben Hebräisch sprechenden jüdischen Kindern auch etliche aus der nahen Beduinenstadt Rahat. Und nicht nur die sprechen Arabisch, auch zwei Erzieher, mit denen sie zusammenarbeitet, sprechen diese Sprache. Was gerade am Beginn ihrer Zeit so manche Unklarheiten einzuebnen half.

Spannend aber fand Hutham all das Neue von Anfang an. So gibt es vier verschiedene Arbeitsstationen für die Volontäre, unter anderem die Küche und den Streichelzoo. Huthams erster Einsatz aber erfolgte in der Bäckerei, was ihr trotz des frühen Aufstehens viel Spaß machte. Brot und Kekse werden dort gebacken und die Bäckerei erfreut sich auch bei den zahlreichen Besuchern großer Beliebtheit. Wie üblich ist Hutham nach drei Monaten zu einer anderen Station gewechselt und arbeitet derzeit im Garten.

Die eigentliche Arbeit aber, wegen der sie dieses ja vor allem Abenteuer eingegangen ist, widmet sich der mit ihrer Kindergruppe. Diese Tageshortgruppe, die also nach der Schule ins Heim kommt, erhält hier neben einem warmen Mittagessen, Hilfe bei den Hausaufgaben sowie Sport- und Spielangebote wichtige Therapieangebote. Die von Hutham betreute Gruppe heißt „Nativ LaShalom“, was so viel wie „Pfad des Friedens“ heißt, und die ist etwas Besonderes, denn hier sind jüdische und muslimische Kinder aus der Beduinenstadt gemischt, die aber allesamt Israelis sind.

Inzwischen hat Hutham mit Freuden eine Menge Hebräisch gelernt und dank einer großartigen Hebräisch-Lehrerin kann sie die uralte Sprache sogar bereits auch lesen und schreiben. Insgesamt sei das Volontariat eine großartige Sache, auch wenn man schwer gefordert werde: „Aber wenn man sieht, dass man den Kindern etwas Gutes tut, ist die ganze Anstrengung wie weggeblasen.“

Das Heim wurde übrigens im September mit der „Goldenen Taube des Friedens“ im Namen von Gleichstellung, Demokratie und Menschenwürde ausgezeichnet. Diesen Preis, der anlässlich des 60. Jahrestages der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte der UN 2008 geschaffen wurde, haben vor Neve Hanna unter anderem Nelson Mandela, Greenpeace, Barack Obama und der Dalai Lama bekommen.

Autor und Fotograf: Wolfgang A. Niemann

2. ALUMNI am 27.12.2016 „voller“ Erfolg


Am 27.12.2016 gab es ab 18:00 Uhr wieder eine volle Mensa am Mariengymnasium in Jever… und das in den Ferien? Ja genau, nämlich immer genau dann, wenn sich die Ehemaligen treffen! So lud der Verein der Ehemaligen zusammen mit der ARGUS des Mariengymnasium zum zweiten ALUMNI ein.

Es gab traditionelles Jever Pils aus der Flasche und alkoholfreie Getränke bereitgestellt von der ARGUS – der Erlös soll dem Mariengymnasium wieder zu Gute kommen.

Der Verein der Ehemaligen war mit vier Vorstandsmitgliedern vertreten. Vor Ort waren unsere erste Vorsitzende Renate Janssen-Niemann, Peter Tolksdorf, Dirk Degener und Philipp Rocker und standen für Fragen und Antworten jederzeit zur Seite.

So entwickelten sich spannende Gespräche und wir konnten vielen Interessierten unseren Verein näher vorstellen.

Bei Führungen durch Herrn Neubauer konnte man die Veränderungen im Mariengymnasium begutachten.

So zeigten sich im Oberstufengebäude, dass auf den Namen Seetzen-Haus hört, neue Klassenräume mit moderner Technik und viel Platz für die Lehre.

Diesen Platz dürften unter den Ehemaligen viele lange gesucht haben…

 

Wir freuen uns auch in Zukunft wieder am 27.12. zusammen mit der ARGUS der Schule zu einem Treffen dieser Art einladen zu können und werden über die bekannten Kanäle dazu frühzeitig informieren.

 

 

 

 

 

 

Und nun wünschen wir ein Frohes neues Jahr 2017 !

Autor : Philipp Rocker