Einladung zur Jahreshauptversammlung

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Vereins der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever

 Freitag, den 08. März 2024, um 19 Uhr  

Tagesordnung 

1. Begrüßung 

2. Genehmigung des Protokolls 

3. Bericht der Vorsitzenden 

4. Bericht des Schatzmeisters 

5. Bericht der Rechnungsprüfer 

6. Entlastung des Schatzmeisters 

7. Entlastung des Vorstands 

8. Neuwahlen der Rechnungsprüfer 

9.Jubiläumsjahr:  Rückblick

10. Schulglocke:  Änderungen

10. Vergabe der Fördermittel

11. Verschiedenes 

Die Versammlung findet statt als Hybrid- Veranstaltung im Mariengymnasium, Eingang Mühlenstraße. Den Link für den digitalen Zugang finden Sie zeitnah auf der Homepage des Vereins

www.ehemalige-mg.jever.de

Renate Janßen-Niemann, Vorsitzende 

Jubiläum Mariengymnasium feiert 450-jähriges Bestehen

Festakt in Stadtkirche – Ehemaligenverein überreicht Spende

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BM Jan Edo Albers und Renate Janßen-Niemann vom Verein der Ehemaligen überreichen dem Schulleiter einen Spendenscheck über 1000 Euro

 JEVER/WAN Die Namensgeberin des Mariengymnasiums wäre sicher glücklich, dass ihr Erbe so gut verwaltet wird, stellte Landrat Sven Ambrosy zur Eröffnung des Festaktes zum 450-jährigen Jubiläums an diesem Samstag in der jeverschen Stadtkirche fest.

 Als oberster Vertreter des Landkreises Friesland, seit 1954 Träger der Schule, betonte Ambrosy: „Meine Amtsvorgängerin hob sich revolutionär ab von den Herrschern ihrer Zeit, denn statt Kriege zu führen, schloss sie Bündnisse und investierte in Deiche, die Gerichtsbarkeit und eben Bildung.“

 Wenn sich dann bis heute so viele Ehemalige des MG immer noch zugehörig fühlen, dann müsse die Schule wohl ziemlich vieles richtig gemacht haben. Im Übrigen spreche es für die hervorragende Zusammenarbeit, dass sich Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck so zufrieden mit dem Schulträger zeige. Was der in seiner Festrede bestätigte, wogegen er augenzwinkernd erklärte, dass er als gebürtiger Ostfriese aus bekannten historischen Gründen nichts zu Fräulein Maria sagen wolle.

 Ploeger-Lobeck nannte auch Zahlen. So habe das MG sein jetziges Domizil erst im Jahr 1900 bezogen und die Schule sei in den 80er Jahren mit 1500 Schülern zeitweise das größte Gymnasium landesweit gewesen. Da gab es einmal sogar 184 Abiturienten in einem Jahrgang.

 Und nachdem vor der Festrede bereits Georg von der Vring als Person besungen und auch seine erst kürzlich wiederentdeckte „Hymne auf Europa“ musikalisch vorgetragen worden war, würdigte Ploeger-Lobeck diesen einstigen Lehrer des MG, der sich vor rund 100 Jahren als aufrechter Demokrat gegen frühe rechtsradikale Umtriebe im Kollegium wehren musste. Wobei er am Verfassungstag 1927 mit einer Rede pro Weimarer Republik und gegen Krieg besonders viel Unmut erntete.

 Stolz schilderte der Schulleiter aber auch die Aufarbeitung der Geschichte der Juden in Jever in den 80er Jahren durch MG-Schüler, angeleitet von ihrem Lehrer Hartmut Peters. Es sei zudem bewegend, wie Schüler in der Gegenwart bei direkten Begegnungen mit Nachfahren dieser Juden sensibel damit umgingen. Und wieder sei es Peters, dem dabei große Verdienste zukämen, woraufhin der als Ehrengast des Festaktes Sonderbeifall erhielt.

 Unter Hinweis auf die vielen sonstigen Aktivitäten am MG, schloss Ploeger-Lobeck mit den Worten: „Schule ist nicht nur ein Lernort.“ Und um den einmal mehr mit einer Spende zu stärken, überreichten dann Renate Janßen-Niemann und Jan Edo Albers einen Scheck über 1000 Euro vom Verein der Ehemaligen. Was Albers zugleich mit den Glückwünschen als Bürgermeister der Stadt verband, die sehr stolz auf „ihre“ Schule sei.

 Die größten Komplimente des Tages aber überbrachte Dr. Heike Roy, die für das MG zuständige Dezernentin beim Landesamt für Schule und Bildung in Osnabrück. Was am MG schulisch und außerschulisch praktiziert werde, sei „etwas Grandioses“ sagte sie. Da sei nicht nur die Projektwoche zum Jubiläum sonders vieles mehr vorbildhaft und Fräulein Maria wäre gewiss stolz auf das, was aus ihrer Schulgründung von 1573 gemacht worden sei.

 Vom Stolz, am Mariengymnasium Schüler oder Ehemaliger zu sein, sprachen auch Katja Fahle und Annette Muschalik vom Schulelternrat sowie Lina Diederichs und Tjorben Höfer von der Schülerselbstverwaltung. Da wurden die frechen Spitzen im abschließenden „Jubiläums-Song“ der Jubiläumsband dann schmunzelnd beklatscht.

Autor: Wolfgang A. Niemann

Auftritt: Hans-Wilhelm Müller Wohlfahrt zu Gast in Jever

Ehemaliger Schüler des Mariengymnasiums

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erzählt locker, spannend und druckreif  

  JEVER/WAN Dieser Stargast sorgte am Samstag für ein restlos ausgebuchtes Theater am Dannhalm in Jever: Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der wohl berühmteste Sportmediziner nicht nur deutschlandweit.

 Dieser „Mull“, wie ihn seine ehemaligen Klassenkameraden damals im Mariengymnasium nannten, feierte quasi parallel zum 450-jährigen Jubiläum des MG sein 60-jähriges Abitur. Martin Schadewald vom Förderverein des MG hatte den Auftritt des in München praktizierenden Arztes organisiert und der Verein der Ehemaligen hatte ihn mit einer Spende unterstützt.

 Lässig aber konzentriert, wie man den langjährigen Mannschaftsarzt des FC Bayern München und der Nationalmannschaft kennt, schilderte „Mull“ erst einmal seine Jugend. Die er als traumhaft bezeichnete. Obwohl er nicht nur „nicht ganz konform“ mit den Lehrern fast von der Schule geflogen wäre. Und zweimal ist er sitzengeblieben, nicht nur wegen Latein sondern auch wegen Religion, und das, wo sein Vater doch Pastor in Leerhafe bei Wittmund war.

 Der sei zwar streng aber auch gütig gewesen und schrieb ihm sogar nächstens Lateinarbeiten. Vor allem aber habe er von ihm auch die Disziplin gelernt, die ein Leben lang wichtig sein sollte. Glückliche Fügungen sorgten dann für seinen Aufstieg: dass er trotz grottenschlechtem Abitur überhaupt Medizin studieren konnte und wie er ohne Chance plötzlich Mannschaftsarzt erst bei Hertha BSC und bald schon bei den Bayern wurde.

 Im Gespräch mit Gerhard Schick von der Produktionsfirma „Lichtblick“, die derzeit einen Film über Müller-Wohlfahrt dreht, kam dann seine spezielle Fähigkeit zur Sprache. Sein bald weltweiter Erfolg nicht nur bei Ballsportlern beruhte entscheidend darauf, dass er Verletzungen mit seinen Händen ertastete. Dass das eine besondere Gabe sei, die man nicht einfach erlernen kann, sei ihm erst viel später bewusst geworden.

 Dazu schildert er spannende Ereignisse und manche Anekdoten mit Sportstars, die ihn immer wieder und noch heute ad hoc in die Ferne rufen: „Ich habe in den letzten beiden Wochen an einem Tag fünf Weltmeister und zwei Vizeweltmeister aus verschiedenen Ländern betreut.“ Und besonders gern erzählt er von Wunderläufer Usain Bolt, für den er immer zum „Wunderdoktor“ wurde.

 So bei Olympia 2016 in Brasilien, wo der jamaikanische Sprinter völlig verspannt war. In einem schmuddeligen Hinterzimmer habe er ihm dann Nadeln tief in den Rücken gesetzt. „You met the point“ konstatierte Bolt, gewann drei Goldmedaillen und widmete sie Müller-Wohlfahrt.

 Immer wieder betonte der Orthopäde die Leidenschaft, mit der er seinen Beruf ausübt. Und noch heute mit seinen 81 Jahren – die man ihm überhaupt nicht ansieht – zwölf Stunden am Tag arbeitet. Er ist dankbar für die glücklichen Fügungen seines Lebens, über die er irgendwie noch heute staunt.

 Und so fit wie ein Turnschuh, wie er sichtbar ist, hat er noch nie ans Aufhören gedacht. Stattdessen steht für ihn als nächstes Olympia 2024 an und „der Doc“ hat schon Räume in Paris gebucht. Nach diesen 90 fesselnden Minuten war das Publikum dann so begeistert, dass es zu stehenden Ovationen aufsprang.    

Autor: Wolfgang A. Niemann

Mariengymnasiums  „Hinweise auf eine schlagende Verbindung jeverscher Schüler 1931 – Heimliches Fechten

 JEVER/WAN Kaum zu glauben, doch die Bildunterschriften belegen es: am Mariengymnasium zu Jever muss es zumindest um 1931 eine schlagende Verbindung unter den Schülern gegeben haben.

 Selbst sehr alte Abi-Jahrgänge können sich nicht an Derartiges erinnern, doch Dr. Fritz Kleinsteuber, selbst Ehemaliger vom Abi-Jahrgang 1959, hat Fotos gefunden, die keinen anderen Schluss zulassen. Unverkennbar ist sein Vater Friedrich Kleinsteuber auf mehreren Fotos aus dem Jahr 1931 zu sehen, in dem er und seine rund 20 Schulkameraden zählende Klasse am 24. Februar ihr Abitur abgelegt hatte.

 In den alten Bildunterschriften ist nicht nur von einer „schlagenden Schülerverbindung am Mariengymnasium“ die Rede, auf einem Bild vom 6. April ist sogar unübersehbar einer der frisch gebackenen Abiturienten in der typischen Lederhose zu sehen. Die trug man nur für eine Mensur und den Säbel dafür hält er noch in der Hand.

 Ob die jungen Männer sich als Primaner wirklich als schlagende Verbindung betätigt oder dies nur bildträchtig vorgegeben haben, ist nicht überliefert. Tatsache ist jedoch, dass derartiges Tun am Mariengymnasium absolut verboten war, weshalb man sich heimlich traf. Verbindungskneipe war das Schützenvereinslokal „Blumenkohl“ am Ortsausgang – schön abseits abgelegen und vom Lehrkörper unkontrolliert.

 Wenn überhaupt, dann wurden hier auf der Kegelbahn die Mensuren geschlagen. Offenbar sollte es schon ein Vorgriff auf Burschenherrlichkeit der angestrebten Studentenzeit sein. Weshalb hier denn auch die roten Schülermützen der Primaner sowie die „Farben“ der Verbindung (schwarz-weiß-rot) als Band getragen wurden und man sich höchst männlich samt Bierseidel gab.

 Wie bei den studentischen Verbindungen üblich, gaben sich auch diese erst angehenden Studenten teils kauzige Mitgliedsnamen. Nicht überliefert ist jedoch, welchen heimlich offiziellen Namen die Schülerverbindung selbst hatte. Korpsgeist aber wurde auf jeden Fall schon demonstriert, wie auch das Foto vom 6. April 1931 kurz nach dem Abitur zeigt.

 Im Übrigen wurde auch damals bereits die erst vor einigen Jahren am Mariengymnasium wieder aufgenommene Tradition der Alumni-Treffen gepflegt. Laut Bildunterschrift fand das seinerzeit als sogenannte „Weihnachtskneipe“ statt und dazu wurden dann auch noch einmal die Schülermützen getragen.

Autor: Wolfgang A. Niemann

MARIENGYMNASIUM Überraschung für den Verein der Ehemaligen: Historische Kopfbedeckungen bis zum Abitur

   JEVER/WAN Einen wahren Schatz aus alten Zeiten bekam  die Vorsitzende des Vereins der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever Renate Janßen-Niemann kürzlich per Post ins Haus geliefert: einen kompletten Satz Schülermützen eines einstigen MG-Schülers.

 Werner Otte aus der Nordheide übersandte den großen Schuhkarton mit den gut erhaltenen Kopfbedeckungen auch eingedenk des 450-jährigen Jubiläums der Schule mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass die schönen Stücke in geeigneter Weise im Mariengymnasium präsentiert werden mögen. An der Echtheit der Mützen besteht kein Zweifel, denn sein Vater habe sie selbst getragen.

 Dr. Werner Otte aus Jever beschloss seine Schulzeit am MG am 13. März 1935 mit dem Reifezeugnis zusammen mit neun Schulkameraden sowie mit Ottilie Seelig und Irmgard Thorade auch mit zwei der damals noch seltenen Abiturientinnen. Otte senior studierte dann Zahnmedizin und praktizierte als Zahnarzt in Jever.

 Bleibt das Problem der Zuordnung der Mützen, die ja in der Tradition der Studentenbewegung standen und in den 1870er Jahren aufgekommen waren. Sie wurden zur Alltagskleidung getragen und galten nicht als Bestandteil einer Schuluniform. Sie waren in der Regel aber auch ohnehin nicht staatlicherseits vorgeschrieben und folgten unterschiedlichen Kleiderordnungen. Seitens der Schulen waren sie allerdings nützlich, um die Schüler nach Schule und Klassenstufe differenzieren zu können.

 So blieben auch die Recherchen zum Mützenschatz von Werner Otte wenig ertragreich. Selbst der langjährige Oberstudienrat Enno Schönbohm, der bekanntlich ein regelrechtes Lexikon in Sachen Mariengymnasium ist, konnte lediglich als seines Wissens nach gesichert die rotem Mützen als diejenigen der Primaner zuordnen.

 Auch in den Annalen des MG wie auch in der Bibliothek des Schlossmuseums waren keinerlei Kleiderordnungen zu dem Thema zu entdecken. Doch auch sonst gibt es kaum allgemeine Literatur zu dem Thema und vorhandene Fotos sind aus naheliegenden Gründen unergiebig, weil seinerzeit durchweg in Schwarz-Weiß fotografiert wurde. Fest steht jedoch, dass die Nationalsozialisten die „Farben“, also Studenten- und Schülermützen und dergleichen unter anderem als „Ausgeburt des Klassendünkels“ noch in den 30er Jahren untersagten.

 Für die Zuordnung der Mützen können im Übrigen nur die schwarze als die kleinste von allen wohl nur für einen Sextaner-Kopf passend sowie die roten nach Aussage von Enno Schönbohm als die der Unter- und Oberprimaner gesichert eingestuft werden. Auf der Grundlage überlieferterter Mützenordnungen aus deutschen Staaten ergibt sich ansonsten die Reihenfolge Grün = Quinta, Marineblau mit weiß-rotem Steg = Quarta.

 Die Unter- und Obertertianer trugen blaue Mützen mit schwarzem bzw. schwarz-weiß-schwarzem Steg, während die Untersekunda weiß trug. Die prächtigste aller Mützen ist ebenfalls weiß, allerdings mit einem schwarz-weiß-rotem Band schräg über dem Kopfteil und mit einem aufgestickten „JR!“. – Sollten unsere Leser genauere Kenntnisse oder gar Belege über die korrekte Reihenfolge haben, wären wir für Hinweise dankbar und würden diese ggf. abdrucken.

FOTOS: a) der komplette Satz an MG-Mützen von Dr. Werner Otte, Abi-Jahrgang 1935

b) mit der geschmückten roten Pennäler-Mütze der Oberprimaner ging es schließlich ins Abitur

c) die prächtigste der Mützen, vermutlich die des Obersekundaners Otte  

Autor: Wolfgang A. Niemann

Schuljubiläum

Liebe Ehemalige,

 wie in der Weihnachtsaugabe 2022 der Schulglocke angekündigt, befindet sich die Schule mitten im Jubiläumsjahr. Während viele Projekte in der Schule laufen, findet der öffentliche Teil der Feierlichkeiten am 1. und 2. September statt.

  • Der Verein der Ehemaligen lädt zu einem Treffen aller ein, die sich der Schule verbunden fühlen, am Freitag, dem 1. 9. 2023, ab 19 Uhr in das LOK Kulturzentrum, 

Moorweg 2, in Jever.

Getränke und Leckeres vom Grill (bei trockenem Wetter) werden von uns und unseren Helfern gegen Bezahlung angeboten, damit sich die Ehemaligen in lockerer Atmosphäre unterhalten können. Ab ca. 21 Uhr zeigt Hartmut Peters in kurzer Abfolge Videos und Filme von längst zurückliegenden Abistreichen, Verabschiedungen von Lehrern, von Ausflügen. Einige Ehemalige haben schon mitgeteilt, dass sie auch historisches Material oder Schriften auslegen möchten.

  • Am Sonnabend, dem 2. 9., kommt unser Mitglied Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf Einladung der Schule um 11 Uhr in das Theater am Dannhalm, um dort etwas aus seinem Leben vorzutragen und Fragen zu beantworten.

siehe auch beiliegendes Schreiben

  • Der offizielle Jubiläumsfestakt wird ebenso am 2.9. von 13:30 bis 14:50 Uhr in der Stadtkirche stattfinden. Wegen des begrenzten Platzangebotes wird es ein Ticketsystem geben und eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Karte erhoben. Karten können in der Zeit vom 26.6. bis 7.7. im Sekretariat des Mariengymnasiums erworben werden; Restkarten sind ggf. auch nach den Sommerferien noch verfügbar. Eine Versendung ist leider nicht möglich.
  • Im Anschluss an den Festakt steht die Schule am 2.9. allen Interessierten ab 15 Uhr offen; gestartet wird mit musikalischen Leckerbissen auf dem Schulhof und bis 18 Uhr können bei einem Rundgang durch die Schule vielfältige Projektwochenergebnisse begutachtet werden und die vielen neuen Räumlichkeiten der Schule wie das frisch sanierte Mitscherlichhaus (Naturwissenschaften) besichtigt werden. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.
  • Ab 18 Uhr feiern wir gemeinsam bis Mitternacht mit DJ und der Band „Heart of Gold“ rund um unsere Ehemalige Claudia Fröhling. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein; der Verein der Ehemaligen lädt herzlich in seine Sekt- und Weinbar in die Pausenhalle ein. Auf der Homepage des Vereins der Ehemaligen werden wir zeitnah Änderungen mitteilen oder ergänzen.

Wichtig! Für eine gute Planung ist eine Anmeldung zum Ehemaligen- Treffen am 1. 9. notwendig.  E-Mail: janssen-niemann@ehemalige-mgjever.de

Anmeldung bis spätestens 15. August

Unsere Mitglieder bitte ich, ihre Daten auf der Homepage auf Aktualität zu überprüfen, sich, falls noch nicht geschehen, im internen Mitgliederverzeichnis freischalten zu lassen und bitte auch E-Mailadressen einzutragen.

Auf ein Wiedersehen am Jubiläumswochenende freut sich der Vorstand der Ehemaligen.

Herzliche Grüße

Renate Janßen-Niemann

Vorsitzende

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Martin Schadewald, Vors. des Fördervereins des MG

Auf ein Wort mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in Jever

Das große 450-Jahre-Jubiläum des Mariengymnasiums Jever findet am Samstag, den 02. September 2023 u.a. mit einem Festakt in der Stadtkirche, dem Tag der offenen Tür mit den Ergebnissen der Projektwoche und der großen Jubiläumsfeier am Abend seinen Höhepunkt.

Bereits um 11 Uhr an diesem Tag gibt es im Theater am Dannhalm in Jever eine weitere hochinteressante Veranstaltung, wenn mit dem Sportmediziner Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, den die meisten wohl als langjährigen Mannschaftsarzt des FC Bayern München und der deutschen Fußball- Nationalmannschaft der Herren kennen, zu einer Gesprächs-veranstaltung nach Jever kommt. 

Gleichzeitig ist Müller-Wohlfahrt wohl einer der bekanntesten und populärsten Abiturenten des Mariengymnasiums und wird an diesem Tag auch anlässlich seines 60jährigen Abiturs seiner alten Heimat einen Besuch abstatten und frühere Klassenkameraden wiedersehen.

Zur Veranstaltung wird Dr. Müller-Wohlfahrt von dem Journalisten Jörg Blech („Spiegel“) und dem Verleger Friedrich-Karl Sandmann, der viele seiner Fachbücher auf den Markt gebracht hat, begleitet. Vorgesehen ist nach jetzigem Stand eine lockere Gesprächsrunde, in die auch Fragen der Schüler/innen und der Besucher/innen eingebunden werden sollen und in der Müller-Wohlfahrt die vielen Stationen seines Lebens einmal Revue passieren lassen wird.

Eintrittskarten gibt es ab sofort im Sekretariat des Mariengymnasiums Jever und in der Hauptstelle der Volksbank Jever am Schloß. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, Eintrittskarten per E-Mail zu reservieren – martin.schadewald@googlemail.com

Diese können am Veranstaltungstag an der Tageskasse in Empfang genommen werden. Die 

Karten werden gegen einen Beitrag von 5 EUR zugunsten des Fördervereins des Mariengymnasiums abgegeben. 

Einladung zum Schuljubiläum

Liebe Ehemalige,

am 02.09.2023 wird um 13.30 Uhr der Festakt zum Schuljubiläum in der Stadtkirche stattfinden. Dazu möchte ich Sie hiermit herzlich einladen. 

Karten sind ab sofort im Schulleitungssekretariat bei Frau Eilers gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro pro Stück erhältlich. Da wir nur begrenzte Sitzplatzkapazitäten in der Stadtkirche haben, gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 

Das detaillierte Programm wird später bekanntgegeben. Im Anhang finden Sie schon einmal den Überblick über die Aktivitäten des Freitags und Samstags.

Die Dauer des Festaktes wird sich auf maximal 75 Minuten belaufen, damit allen ein gemütlicher Gang zurück zur Schule möglich sein wird, um die Projektpräsentationen inklusive eines besonderen musikalischen Auftakts um 15 Uhr miterleben zu können.

Ich freue mich auf Sie. 

Herzliche Grüße
Jürgen Ploeger-Lobeck

Dr. Sven Lüken (Abiturjahrgang 1978) im Fernsehen

Am Sonntag, dem 14. Mai 2023 war im Vorabendprogramm des ZDF ein ehemaliger Schüler des Mariengymnasiums Jever als Experte im Fernsehen zu erleben. In der populärwissenschaftli- chen Geschichtsdokumentation „Europa in … Der Zeit des Absolutismus“ aus der renommierten Terra X-Reihe mit Moderator Mirko Drotschmann führte der Historiker Dr. phil. Sven Lüken aus dem Abiturjahrgang 1978 durch die Waffenkammer des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin, für die er als Sammlungsleiter Militaria des Museums verantwortlich ist. In dieser Funktion verwaltet und erforscht Lüken Gerätschaften vom Römerschwert bis zur Ka- laschnikow sowie die Waffen bedeutender Personen der Weltgeschichte.
In der Interview- und Vortragsreihe „Ehemalige persönlich“ war Sven Lüken am 7. November 2018 zum Vortragsabend des Vereins der Ehemaligen des Mariengymnasiums in der Aula der Schule zu Gast. In diesem Zusammenhang sagte er: „Jever allgemein und das Mariengymnasium speziell waren immer die Folie für mich, wenn ich über Geschichte nachdenke.“
Im Berliner Zeughaus präsentierte er Drotschmann jetzt das Arsenal der preußischen Könige und erläuterte besonders die Funktionsweise des eisernen Ladestocks, der als militärische Errungen- schaft Preußens gefürchtet war. Er war ein stabiler Ersatz für ältere und billigere Ladestöcke aus Holz, die oftmals im Einsatz zersplitterten, und diente dazu, das Schwarzpulver in ein Vorderla- dergewehr zu pressen. Lüken erklärte, dass der eiserne Ladestock im Gefecht zuverlässiger war und merkte an: „Man konnte davon ausgehen, dass auch wirklich der Ladevorgang klappt.“ Während die preußischen Infanteristen mit dieser Technik drei Schuss pro Minute abgeben konnten, waren andere Armeen langsamer. Da nicht präzise geschossen werden konnte, war das preußische Heer somit in einem wichtigen Vorteil.
Die Sendung ist noch bis zum 26.April 2033 in der ZDF-Mediathek verfügbar (https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/europa-in-der-zeit-des-absolutismus-mit-mirko- drotschmann-doku-100.html) und dauert eine knappe Dreiviertelstunde. Die Waffenkammer des DHM wird im Kontext des preußischen Militarismus unter dem Soldatenkönig Friedrich Wil- helm I. von Preußen (1688-1740) zwischen den Minuten 29:42 und 31:29 gezeigt.

Screenshot: ZDF

Matthias Bollmeyer

Jüdische Nachfahren zu Gast am MG

Bericht von Jürgen Ploeger-Lobeck:

„Gestern um 18 Uhr dann durfte ich die jüdischen Nachfahren auch in der Mensa des MGs begrüßen und zum koscheren Essen einladen. Die Verbindung zum MG in aller Kürze, warum dieser Besuch auch für uns als Schule so bedeutsam ist:

Beginnend im Jahr 1980 haben sich Schüler*innen unserer Schule in einem gemeinsamen Projekt unter der Begleitung des ehemaligen Vertrauenslehrers Hartmut Peters daran gemacht, die NS-Geschichte der Stadt Jever und des Mariengymnasiums ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, damit diese aufgearbeitet werden konnte. Dies geschah gegen spürbare Widerstände und unter hohem persönlichen Engagement aller Beteiligter. Den bewegenden Höhepunkt stellte 1984 der Besuch 13 jüdischer Menschen in ihrer ehemaligen Heimatstadt Jever dar. Mit dabei waren damals bereits Kinder und Enkel dieser Überlebenden. Völlig zurecht wurde die Projektgruppe für ihr Wirken 1986 mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet.

Leider war das MG bereits vor der Übergabe der Macht an Hitler und die NSDAP eine Brutstätte nationalsozialistischen Gedankenguts: fünf von 13 Lehrern sorgten dafür, dass unsere Schule praktisch die Parteizentrale der NSDAP in Jever war. Der jüdische Schüler Max Biberfeld wurde ganz übel von Lehrern und Mitschülern behandelt, was schließlich dazu führte, dass er Nazideutschland sehr früh verließ. Für diese dunkelsten Jahre der Schulgeschichte schäme ich mich als Schulleiter auch heute noch.

Das gemeinsame Essen und die vielen interessanten Gespräche und Geschichten werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Gegen alle Wahrscheinlichkeit können wir das Leben wieder gemeinsam zelebrieren – ein wahres Geschenk!“