MARIENGYMNASIUM: EHEMALIGE SEHEN SICH NACH 30 JAHREN WIEDER

Im Mai 1988 haben sie am Mariengymnasium Abitur gemacht, am Sonnabend hatten die Ehemaligen bei einem Jahrgangs- treffen im Schützenhof Gelegenheit, einander viele Fragen zu stellen: Erinnerst du dich? Wohin hat es dich verschlagen? Martin Bremer, Wiebke Böhmer und Petra Dalhaus hatten das Treffen organisiert.
Martin Bremer, Wiebke Böhmer und Petra Dalhaus hatten das Treffen organisiert.

BILD: MARTIN BREMER.        Jeversches Wochenblatt vom 21.06.2018

JEVER/WAN Vor 50 Jahren erhielten die 35 Schüler der Klassen 13m und 13s am Mariengymnasium zu Jever ihre „Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife“ vom damaligen Schulleiter Dr. Naber ausgehändigt. Nach nunmehr 25 Jahre war das „Goldene Abitur“ für knapp 30 der Ehemaligen ein willkommener Anlass zu einem Wiedersehen, das die vor Ort lebenden Ehemaligen Dr. Karl Harms, Renate Janßen-Niemann und Dr. Jan Peters organisiert hatten.

 

 

FOTO: knapp 30 Ehemalige vom Abi-Jahrgang 1968 zum „Goldenen Abitur“ vorm historischen Portal des Mariengymnasiums   

Die weitesten kamen bis aus Luxemburg und vom Bodensee  und obwohl sie alle im Rentenalter sind, ist bei vielen von Ruhestand noch nichts zu bemerken. Entsprechend munter genossen sie das Tagesprogramm, zu dem nach einer Führung durch das Schloss durch Museumsleiterin Professor Dr. Antje Sander dann natürlich der Besuch der alten „Penne“ gehörte. Mit einigem Staunen ließen sie sich bei einer Führung die vielen Veränderungen am MG und auch die für sie neue Bibliothek zeigen. 

 Beim gemütlichen Abend konnten die einstigen Schüler mit Gertrud Borschell und Gerda Steinsiek auch noch zwei ihrer damaligen Lehrerinnen begrüßen. Und die hörten mit großer Freude ein besonderes allseitiges Lob: der Unterricht am MG sei damals so gut gewesen, dass er ihnen den Einstieg ins Studium leicht machte.

Liste der Teilnehmer Gold-Abitur 1968 -2018 Mariengymnasium Jever

  • Irmgard Andree ( geb. Leiner )
  • Manfred Cassens
  • Dr. Siegfried Eden
  • Remmer Edzards
  • Manfred Folkers
  • Harald Helmerichs-Bunjes
  • Janto Just
  • Gerold Kolbe
  • Heinz Müller
  • Wolfgang Noack
  • Detlef Ommen
  • Herbert Scheibe
  • Klaus Schild
  • Annemarie Zoch
  • Manfred Bitter
  • Edlef Joost Hinrichs
  • Almuth Hülsebusch ( geb. Jabben )
  • Elke Bitter ( geb. Tantzen )
  • Gisela Kemper ( geb. Reich)
  • Dr. Michael Müller 
  • Dr. Eilert Ommen
  • Antje Pottschull ( geb. Janssen )
  • Hannelore Röll ( geb. Behrends)
  • Helmut Sassen
  • Ute Strybny ( geb. Müller )
  • Elke Wolff

Organisatoren:

  • Dr. Jan Peters
  • Dr. Karl Harms
  • Renate Janßen-Niemann (geb. Bethmann)

Autor : Wolfgang A. Niemann

„Ehemalige persönlich“: Vortrag mit Manfred Kallerhoff (Abitur 1970)

Der Vereinsvorstand konnte unser Mitglied Prof. Dr. med.Manfred Kallerhoff, Facharzt für Urologie und Chefarzt i. R. der Klinik für Urologie des Prosper-Hospitals in Recklingha-
usen (Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum), als Referenten gewinnen.
Nachdem er in der Sommerausgabe 2017 unserer Vereins-zeitschrift „Die alte Schulglocke“ über seinen Werdegang und seine Tätigkeiten im Rahmen der Reihe „Ehemalige persönlich“ berichtet hatte, steht er im Mai 2018 für zwei Vorträge zur Verfügung. Der öffentliche Abendvortrag zum Thema „Lernen, Beruf und Berufung – als Urologe in Nepal“ findet am Donnerstag, 24. Mai 2018, ab 19.30 Uhr in der Aula des Mariengymnasiums statt. Am nächsten Vormittag folgt ein Vortrag für Schülerinnen und Schüler der Schule.
Alle Ehemaligen und Gäste sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie vor den Veranstaltungen unter www.ehemalige-mgjever.de.
Manfred Kallerhoff leistete nach dem Abitur seinen Wehrdienst im Labor des Bundeswehrkrankenhauses in Bad Zwischenahn ab und studierte anschließend Humanmedizin in Göttingen. Nach der Promotion, Facharztprüfung und Habilitation erhielt er die Lehrberechtigung für Physiologie und Urologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Dort wurde er auch Leitender Oberarzt der Urologischen Klinik und wechselte im Jahr 1998 als Chefarzt an die Klinik für Urologie des Prosper-Hospitals in Recklinghausen, das ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum ist. Manfred Kallerhoff wurde für Leistungen auf seinem Fachgebiet u. a. im Bereich der Nierentransplantation, der Nierentumore und der Organkonservierung mit dem Maximilian-Nitze-Preis, dem Peter-Bischoff-Preis und dem Dr.-Franz-Köhler-Preis ausgezeichnet.
Auch im Ruhestand ist er noch beruflich und ehrenamtlich aktiv und hat als Mitglied der German Rotary Volunteer Doctors in einem neuerrichteten Krankenhaus in Dhulikhel (30 km östlich von Kathmandu) auf ehemaligen Reisfeldern eine urologische Klinik mit mitteleuropäischem Standard aufgebaut, für die er in Deutschland Spenden sammelt und die er regelmäßig zur Mitarbeit und zur Fortbildung des medizinischen Nachwuchses besucht. „Quality medicine for the poor“ ist dabei sein Motto. Gemeinsam mit seiner Ehefrau leitet er außerdem die Namaste-Stiftung, die die medizinische Arbeit vor Ort finanziell unterstützt

Goldenes Abitur

Der Abi-Jahrgang 1968 feiert am Sonnabend, dem 16. Juni, sein 50jähriges Abitur.

Das Treffen der beiden Jahrgänge beginnt um 10 Uhr mit einer Führung durch das Schloss in Jever, dem anschließenden Besuch der Schule und gipfelt im Treffen mit offenem Ende im Restaurant  „ Zur Schlachte „.

Einige ehemalige Lehrer werden auch teilnehmen.

Autor: Renate Janßen-Niemann

 

 

„Ehemalige persönlich“ Vortrag mit Manfred Kallerhoff

Der Vereinsvorstand konnte unser Mitglied Prof. Dr. med. Manfred Kallerhoff, Facharzt für Urologie und Chefarzt i. R. der Klinik für Urologie des Prosper-Hospitals in Recklinghausen (Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum), als Referenten gewinnen. Nachdem er in der Sommerausgabe 2017 unserer Vereinszeitschrift über seinen Werdegang und seine Tätigkeiten im Rahmen der Reihe „Ehemalige persönlich“ berichtet hatte, steht er im Mai 2018 für zwei Vorträge zur Verfügung. Der öffentliche Abendvortrag zum Thema „Lernen, Beruf und Berufung – als Urologe in Nepal“ findet am Donnerstag, 24. Mai 2018, ab 19.30 Uhr in der Aula des Mariengymnasiums statt. Am nächsten Vormittag folgt ein Vortrag für Schülerinnen und Schüler der Schule.
Alle Ehemaligen und Gäste sind herzlich eingeladen.

Die alte Schulglocke 2-2017

Terminankündigung : Abiturjahrgang 1988

Liebe Mitglieder, Liebe Ehemalige,

Martin Bremer, Petra Dalhaus (Ex-Gottschling) und Wiebke Böhmer organisieren ein Abitreffen anlässlich des 30. Jubiläums.

1988 haben Sie am Mariengymnasium Ihr Abitur gemacht. Das Treffen findet am 16. Juni 2018 statt.

Wer Interesse an der Teilnahme an, möge bitte mit Wiebke Böhmer Kontakt aufnehmen:

Kontakt Wiebke Böhmer

Herschkamp 8, 59379 Bork-Selm

Telefon:     02592 – 979630

Telefax:     02592 – 979631

Mobil:       0172 – 2605509

Email:       info@punkt100.de

Ehemalige Persönlich: Gisela Kalow zeichnet am MG

Der Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums hatte in seiner Reihe „Ehemalige persönlich“ die Kinderbuchautorin und -zeichnerin Gisela Kalow zu Gast. Nach einem öffentlichen Vortrag am Mittwochabend sprach die gebürtige Jeveranerin gestern Vormittag in der gefüllten Aula vor den Schülern der Q1, zeichnete, erzählte Geschichten und las auch Märchen.  BILD: Cornelia Lüers

„Ohne Geschichten verhungert die Seele“
MARIENGYMNASIUM – Kinderbuchautorin Gisela Kalow im Rahmen der Reihe „Ehemalige persönlich“ zu Gast

Gebürtige Jeveranerin berichtet Schülern der Q1 von ihren Erfahrungen und erzählt, wie ihre Bilder entstehen.
JEVER. (LIA) Sie ist Jeveranerin mit Herz und Seele. Obwohl sie seit 1970 in Oberursel im Taunus lebt, ist sie der Stadt eng verbunden. Grundschüler kennen sie von den Ratte-Remmer-Tagen und ihre Schlosstiere sind in vielen Haushalten zu finden – ob als Stoffpuppe, Hörbuch oder Kühlschrankmagnet.
Gisela Kalow ist regelmäßig in der Marienstadt zu Gast, erzählt aus ihrem schier endlos scheinenden Fundus an Geschichten, Märchen, Bilder-Erinnerungen. So auch gestern Vormittag, als die Kinderbuchautorin in der Aula des Mariengymnasiums im Rahmen der Reihe „Ehemalige persönlich“ nicht nur einige ihrer Zeichnungen, Bilder und Bücher wie „Kati Mütze“ oder „Mondbärchen“ mitgebracht hatte, sondern auch selbst kurz skizzierte, wie aus einem Punkt und ein paar wirren Strichen ein zotteliges Wesen im Bett werden kann.
Mitgebracht hatte sie viele Geschichten, „denn wenn wir keine Geschichten hätten, würden wir seelisch verhungern“, ist sich die Illustratorin sicher. Für sie sei das ein besonderer Moment, hier zu stehen, denn bereits vor 56 Jahren habe sie hier in der Aula ein Gedicht vorgetragen, blickte Gisela Kalow, die seit Jahrzehnten freiberuflich arbeitet, auf ihre Schulzeit am Mariengymnasium zurück. In ihrer beruflichen Anfangszeit sei der Markt der Kinder- und Bilderbücher noch übersichtlich gewesen. „Heute gibt es jährlich 9000 Kinderbücher, und viele von ihnen verschwinden auch wieder vom Markt“, erklärte die Künstlerin, die dann kurz auf ihre Zeichnungen einging, die zum Beispiel gemeinsam mit den Schülern der Grundschule Harlinger Weg oder beim Kunstkarussell in Hooksiel entstanden sind. Jedes Bild anders, jedes ein Unikat, durch gemeinsam gemachte Gedanken oder Stimmungen beeinflusst. Ausgelebte Kreativität und Fantasie aus jungen Köpfen, optisch sichtbar gemacht und festgehalten durch Bleistift- oder Pinselstriche.
Immer wieder sind es die Begegnungen mit Menschen, die Gisela Kalows Schaffen beeinflussen. Ihr liegt es am Herzen, vor allem den Jüngeren etwas mitzugeben, aus ihrem „Schatz aus Menschenerfahrung“, von dem sie zehre. Und so holte sie aus einem kleinen goldenen Schatzkästlein zwei alte Märchenbücher hervor, die sie als junges Mädchen geschenkt bekommen hatte. Aus einem trug sie dann das kurze Märchen „Strohhalm, Kohle, Bohne“ (Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm) vor – eine kleine Geschichte, eingebettet in einen Vormittag voller Geschichten.

Mehr Informationen unter: www.kuse-verlag.de
Mehr Informationen unter: www.ehemalige-mgjever.de

Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 29.09.2017

JEVER/WAN Ulrich Jaspar Seetzen (1767-1811) war ein Wegbereiter der modernen Orientalistik. Im Wangerland geboren, wollte er nicht weniger, als vom Bauernsohn zum angesehenen Wissenschaftler werden.
Der Weg führte ihn von der Lateinschule in Jever und dem Medizinstudium in Göttingen schließlich auf eine jahrelange beschwerliche Reise in den Orient. Unter dem Titel „Wissensdurst und Forscherdrang. Zum 250. Geburtstag des friesischen Forschungsreisenden Ulrich Jasper Seetzen“ würdigt ihn nun das Schlossmuseum zu Jever mit einer großen Sonderausstellung und etlichen Veranstaltungen.
So wie die Oldenburgische Landschaft diese

Foto: v.l. Prof. Dr. Detlef Haberland (Uni Oldenburg), Gabriele Mesch (Geschäftsführerin Kulturstiftung der LzO), Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander, Thomas Kossendey (Präsident Oldenburgische Landschaft)

Hommage an den „Humboldt aus Oldenburg“ – so nannte ihn deren Präsident Thomas Kossendey am Freitag bei der Eröffnung im Audienzsaal – neben anderen Geldgebern förderte, so hatte auch Seetzen seinerzeit viel Talent, sogenannte Drittmittel einzuwerben. Trotzdem sei es ein sehr beschwerliches Abenteuer gewesen, in solch unerschlossene Länder zu reisen sowie Briefe, Tagebücher und Sammelstücke von dort in die Heimat zu schicken.
Es sei nicht zuletzt das schon in dieser Epoche der Aufklärung legendäre Buch „1001 Nacht“ gewesen, das mit seinen Fantasiegeschichten in den Orient lockte. Seetzen aber sei wissenschaftlich akribisch an die Aufgabe herangegangen, indem er zuvor unter anderem Arabisch lernte und eine nüchterne Bestandsaufnahme vornahm. Museumsleiterin Professor Dr. Antje Sander wies auf die faszinierende Aufbruchzeit um 1800 von Forschern wie den Humboldt-Brüdern, dem Reiseforscher Friedrich Hornemann und eben Seetzen hin.
Neugierde und der allumfassende Blick auf die Welt gaben entscheidende Impulse und die Ausstellung zeigt auch ein erhellendes Zitat Seetzens aus dessen Reiseplan von 1802: „Durch Ehrbegierde und Sucht nach Kenntnissen angespornt, will ich das mir vorgesteckte Ziel erreichen oder im Laufe der Zeit zugrunde gehen.“ Professor Dr. Detlef Haberland von der Universität Oldenburg als herausragender Seetzen-Kenner bescheinigte dem Forscher eine Mischung aus Lerneifer, Zielstrebigkeit und auch Geltungssucht.
Schon in Göttingen habe es unter den Wissenschaftlern ein regelrechtes wissenschaftliches Netzwerk gegeben, das später für Seetzens Publikationen wichtig wurde. Allen Forschern gemeinsam sei die ganz und gar weltlich gemeinte Einstellung gewesen: „Macht euch die Erde untertan.“ Wenn der Wissbegierige aus Friesland heute nicht einen ähnlichen Rang wie Humboldt habe, liege das maßgeblich an seinem frühen gewaltsamen Tod bei einem „Abstecher“ in den Jemen und dem sorglosen Umgang mit seiner Hinterlassenschaft.
Aus dieser ist nun dank zahlreicher Leihgaben eine umfangreiche Ausstellung in mehreren Räumen des Schlosses entstanden, die bis zum 30. Dezember zu besichtigen ist. Darin finden sich neben etlichen Schriften bis hin zu Tagebüchern und arabischen Passepartouts auch Münzen, Schmetterlinge und vieles mehr. Die Eröffnungsveranstaltung wurde außerdem performativ vom darstellenden Spielkurs Q2 des Mariengymnasiums unter Leitung von Dr. Anja Beleman-Smit sowie orientalischen Klängen von Claudia Ott und ihrem Ensemble umrahmt (siehe nebenstehenden Bericht).
 
Pass des Paschas zu Damaskus für Seetzen
„Dscheriden“ der Sammlung, eine Art Kugelkopfkeule aus dem Orient

Autor: Wolfgang A. Niemann