MARIENGYMNASIUM Großartige Leistung: Publikum begeistert vom neuen Stücke der Musical-AG

AM ENDE SIND SIE FAST ALLE VERRÜCKT

 JEVER/WAN Alles war an diesem Mittwoch anders als bei den 17 bisherigen Inszenierungen der Musical-AG des Mariengymnasiums zu Jever unter Leitung von Jens Marnowsky. Nur eines nicht: Begeisterung pur bei der Premiere im Theater am Dannhalm.

 Corona hatte dazu geführt, dass nur unter sehr erschwerten Bedingungen geprobt werden konnte, und bis vor kurzem war noch offen, ob man überhaupt würde drinnen spielen können. Und Regisseur Marnowsky hatte „Haltestelle Geister“ coronamäßig um zu hautnahe Szenen und berührungsintensive Choreographie-Einlagen gekürzt.

 Dennoch entfaltete das postmoderne Theaterstück, das in voller Pracht bereits 2007 in der Aula des MG für Furore sorgte, einen hinreißenden Charme. Das begann schon vor dem beeindruckenden Bühnenbild einer U-Bahnhaltestelle, als sich auf deren zentraler Rundbank die angebliche außerirdische Prinzessin Tallulah (Anrike Hering) herumdrückte. Alsbald wird sie mal vom Imbissinhaber – Philipp Tran als herrlich kauziger Fritten-Galan – umgarnt, mal von Dealer Rico aufgesucht.

 Der treibt immer wieder sein Unwesen, doch es sei gleich vorweg gesagt: dieses absurde Stück hat keine echte Handlung. Als roter Faden ziehen sich stattdessen wenig harmonische Beziehungsgeflechte und vor allem ein dunkler Todesengel so durch das Geschehen, dass zum Finale hin quasi alle Akteure entweder verrückt oder tot oder beides sind.

 Da rauben Straßenmädchen einen älteren Herrn aus, dessen Absichten nicht ganz sauber erscheinen. Da geistert ein sehr alter Mann umher, der seit 19 Jahren seine Frau vermisst, aber nicht sagen kann, wie sie aussieht. Und dann wäre da noch der Herr, der eine per Internet kontaktierte Frau sucht und frustriert auf immer neue Ablehnung stößt.

 Zu den stärksten Szenen aber gehören die Streitereien zwischen dem Opernfreund und seiner aufgetussten Gattin (Jane Fischer, Lea Weihrauch). Sie brauchen keinen Anlass für wild bewegte Zusammenstöße der frivolen Art. Doch auch bei anderen Dialogen wird es zuweilen rüde und sexuell aufgeladen, dabei hat Jens Marnowsky den heftigen Originaltext bereits „entschärft“. Die Akteure aber, unter ihnen etliche frischgebackene Abiturienten, spielten mit viel Spielfreude auf und das galt auch für die von Meic Stephan einstudierten Choreografien.

 Immer wieder gab es Musikeinlagen bis hin zu Rap und Opernarie, bei denen sowohl die Schulband wie auch die Sänger überzeugten. Bis das Ganze ebenso schräg philosophisch wie schwarzhumorig ins morbide Finale führte. Der Todesengel hatte inzwischen allen Figuren seinen Stempel auf die Stirn gedrückt und für surreale Missverständnisse sorgte bei all dem ein Obdachloser, der alle Toten verstehen kann, nur geben seine Übersetzungen das Gesagte nicht immer so ganz richtig wieder.

 Als dann schließlich die immer wieder mal über die Bühne tappernde blinde Frau „Hallo?“ ruft, ist die Bühne leer und das Stück aus. Und das – ebenfalls coronagemäß reduzierte – Publikum springt auf zu großem Beifall für eine unter diesen Umständen großartige Leistung. – Die nächsten Aufführungen folgen nun heute sowie am 10., 12. und 13. Juli jeweils um 19.30 Uhr.   

Autor: Wolfgang A. Niemann

Was für ein Theater mit Corona

Der Untertitel: „AUFFÜHRUNG Mariengymnasium Jever führt im Juli sein neues Stück auf“

Szenenprobe

  JEVER/WAN Und nun zum Trotz: es wird in diesem Sommer ein Musical am Mariengymnasium zu Jever geben! Vom 6. bis zum 16. Juli sollen je nach Corona-Situation bis zu sechs Aufführungen open-air stattfinden

  Regisseur und Allroundmanager Jens Marnowsky hat dafür mit Helmut Kraussers „Haltestelle Geister“ eigens ein corona-geeignetes Stück ausgesucht, das ohne enge Gruppenbildungen auf der Bühne auskommt. Seit drei Wochen proben die Mitwirkenden nun bereits draußen, denn als Bühne dient der Pausenhof. An diesem Mittwoch fand endlich die erste gemeinsame Probe von Ensemble und Band statt, bei der Choreograf Meic Stephan auch die sehr unterschiedlichen Tanzeinlagen einstudierte.

 Abstände einzuhalten war während des strengen Lockdowns natürlich eine besondere Herausforderung und anfangs konnte es sogar nur per Online-Proben gehen. Dann folgten Musikerproben, bei denen jeder der Bläser in einem gesonderten Klassenzimmer spielte. Die zehn Musiker und Jens Marnowsky waren an diesem milden Probennachmittag – „Bei den vorherigen Proben hier draußen haben wir ganz schön gefroren!“ – die einzigen ohne Maske und die 15 Akteure mussten schon recht laut sprechen, um überhaupt verstanden zu werden.

 Das postmoderne Stück wurde 2007 bereits einmal von der Musical-AG des MG inszeniert und war nicht nur ein umjubelter Erfolg, aus ihm ging mit Jonas Schlagowsky auch ein Akteur hervor, der inzwischen als Schauspieler auf großen Bühnen und im Fernsehen spielt. Nicht umsonst gilt allerdings eine Altersbegrenzung ab 16 Jahre, weil es in „Haltestelle Geister“ ausgesprochen deftig zugeht mit rabiaten Szenen und Texten. Wobei die diesjährigen Akteure aus den Jahrgängen 9 bis 13 kommen und einige gerade erst dieses Alter erreicht haben.

 Die besonderen Umstände lassen im Übrigen lediglich 50 Zuschauer pro Aufführung zu. Wegen der wettermäßigen Unwägbarkeiten und eventueller Querschüsse durch Corona gibt es keinen Vorverkauf und es wird ein QR-Code vorgehalten, um tagesaktuell feststellen zu können, ob die jeweilige Vorstellung stattfinden kann.

 Für Jens Marnowsky ist es seit 1998 bereits die 18. Inszenierung, die des letzten Jahres aber soll auch nicht entfallen. Die Pandemie hatte das selbst entwickelte Stück „Homo Empathicus“ bekanntlich ausgebremst, nachdem es schon fast bühnenreif einstudiert war. Es dreht sich um die wilden 20er Jahre des 20. Jahrhunderts und hier heißt es noch einmal „Trotzdem“ – es soll nun eben 2022 nachgeholt werden und dann möglichst wieder in gewohnter Form und im Theater am Dannhalm.

Autor: Wolfgang A. Niemann 

Ein bisschen wie Rühmanns Feuerzangenbowle

das Hauptgebäude des MG, der historische Trakt

GESCHICHTE Warum 22 Männer vor 75 Jahren ihr Abitur in Jever zweimal machen mussten

JEVER/WAN An sich ist das Abitur ja eine einmalige Angelegenheit, mit der die Absolventen die „Allgemeine Hochschulreife“ erlangen. Vor 75 Jahren jedoch gab es am Mariengymnasium zu Jever 22 jungen Männer, die gewissermaßen ein doppeltes Abitur ablegten.

 Bis auf ein paar internierte Soldaten oder Vertriebene handelte es sich um den jeverschen Jahrgang 1926. Diese Schüler hatte die Wehrmacht kriegsbedingt im März 1943 als Flakhelfer zum Fliegerhorst Upjever abkommandiert. Anfangs gab es dort auch noch etwas Unterricht, da die jungen Männer jedoch bald schon als viel wichtiger für die Erringung des Endsiegs erachtet wurden, erhielten sie auf Grundlage einer entsprechenden Verordnung von 1940 das sogenannte Notabitur und den Marschbefehl.

 Wie Oswalt Andrae (1926-1997) zum Goldenen Abitur vor 25 Jahren als Betroffener süffisant schilderte, sollte sich das mit der Hochschulreife als eine Illusion herausstellen: „Das Soldatenleben pflegte im Allgemeinen nicht nur Hebung des geistigen Niveaus eines Menschen beizutragen. Da außerdem die Schulbildung der Kriegsabiturienten recht lückenhaft war,…. entschlossen sich die Hochschulen 1945, die sogenannten Reifevermerke ohne Prüfung nicht mehr anzuerkennen.“

 Um die an dieser Misere ja schuldlosen jungen Männer nicht im Regen stehen zu lassen, lud man sie zu einem halbjährigen Kursus ein, um die für das Abitur erforderlichen Kenntnisse doch noch zu erwerben. Immerhin wollte man den „Kriegsveteranen“ aber nicht das volle Programm aufnötigen und beließ es bei den Fächern Deutsch, Latein, Englisch, Mathematik und Physik.

 Um den wieder anlaufenden Schulbetrieb im MG, das während der Kriegsjahre bekanntlich als Lazarett genutzt worden war, nicht durch solche erwachsenen Schüler zu stören, fand der Unterricht ab dem 24. Oktober in einem Privathaus an der Schlachte statt. Wie klug diese Regelung war, unterstreicht dazu ein Kommentar von Oswalt Andraes Klassenkamerad Ingo Gralfs: „Es war erstaunlich, wie junge Männer, die die schrecklichsten Kriegswirren durchlebt hatten, auf der Schulbank wieder in die alte Pennälerhaltung zurückfielen.“

 Tatsächlich gibt es manche Anekdoten über kleine Flegeleien, Zigarettenqualm in der Klasse und Veräppelungen von Lehrern. Die übrigens durchweg Spitznamen bei den Schülern hatten: Direktorlein (Oberstudiendirektor Gerwin), Hein Uhl (OstD Dr. Uhlmann), Klassenlehrer Buffi (Studienrat Schmertmann), Traumulus (StR Dr. Niermeyer), Pük (StR Dr. Andrée) und Pips (StR Krüger).

 Am 1. April 1946 war es dann wirklich kein Aprilscherz, dass alle 22 ihr nunmehr einschließlich einer Prüfung erworbenes vollwertiges Reifezeugnis erhielten. Und es ist überliefert, dass aus allen „etwas geworden“ ist. Ingo Gralfs zum Beispiel machte eine Karriere bis hin zum Senatspräsidenten beim OLG Celle und Oswalt Andrae wurde als Dichter und Schriftsteller weit über seine Heimat hinaus berühmt.

Autor: Wolfgang A. Niemann

Neue Virtrinen für Mariengymnasium

BILDUNG Verein der Ehemaligen tagte

JEVER/WAN Aus der coronabedingten Not machte der „Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever e.V.“ eine Tugend. Am Freitag führte der Verein seine Jahreshauptversammlung als Hybridveranstaltung per Videokonferenz durch.

 Da die weit über 500 Mitglieder ohnehin quasi weltweit verstreut sind, hatte das den Vorteil, dass diesmal einige von weit her teilnahmen. Unter ihnen konnte die Vereinsvorsitzende Renate Janßen-Niemann mit Antje Naujoks sogar ein Mitglied aus Beer Sheva in der israelischen Negevwüste begrüßen.

 Der Jahresbericht zeigte, dass durch die Pandemie für die Ehemaligen zwei Veranstaltungen weggebrochen waren. So musste der Abend mit Walter Joshua Pannbacker aus der Reihe „Ehemalige persönlich“ entfallen und schmerzlich vermisst wurde auch das beliebte Alumni-Treffen von jungen und nicht so jungen Ehemaligen nach Weihnachten im Mariengymnasium.

 Einhellig befürwortet wurde bei den alljährlichen Spenden für Schulzwecke ein Betrag von 2000 Euro. Dazu erläuterte der ebenfalls zugeschaltete Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck die eine Hälfte des Betrages für den Bereich Musical AG. Deren Choreograf Meik Stephan habe für das letztjährige Stück vollen Einsatz gebracht und dann musste es pandemiebedingt abgesagt werden. Auch für dieses Jahr sei eine Aufführung fraglich.

 Der Choreograf werde üblicherweise aus den Einnahmen bezahlt, die aber nicht zustande kamen. Aus dem Schuletat sei ein Honorar jedoch nicht statthaft, andererseits könne man ihn schlecht „für lau“ arbeiten lassen. Nun sollen sich die Ehemaligen und die beiden anderen Fördervereine des MG die Entlohnung teilen.

 Als Signal zum Einplanen wurden zudem 1000 Euro für ausgeleuchtete Vitrinen im naturwissenschaftlichen Trakt bewilligt, die aber vermutlich erst 2022 aufgestellt werden können. In ihnen sollen wertvolle Tierpräparate und ähnliches ausgestellt werden, die bei den derzeitigen Renovierungsarbeiten wiederentdeckt wurden.

 Bei seinen Schilderungen aus dem Schulleben in Corona-Zeiten konnte Schulleiter Ploeger-Lobeck davon berichten, wie gut dem MG die Umstellung auf den digitalen Betrieb gelungen ist (die WZ berichtete). Es herrsche allgemeine Zufriedenheit bei allen Betroffenen. Belastungen gebe es am ehesten von außen, wenn zum Beispiel die Landesschulbehörde per Mail Schnell- bzw. Selbsttest anordne und das mit 30 Seiten Anleitung dazu.

 Abschließend wurde Antje Naujoks für ein Buchgeschenk gedankt, das sie der Bibliothek des MG gemacht hatte. Es ist ihre mittlerweile 15. Übersetzung aus dem Hebräischen und diesmal ging es um Pater Ernst Schmitz‘ Werk „Das Heilige Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts“. Der Geistliche und Zoologe hatte darin auch über Ulrich Jasper Seetzen geschrieben, den berühmten Orientforscher aus Jever. Dieser einstige Abiturient des MG sei im Übrigen noch immer sehr präsent vor Ort und Antje Naujoks, die seit vielen Jahren in der Wüstenstadt lebt, schaut sogar von ihrem Balkon auf den Ort, wo Seetzen 1807 kurz geweilt hat.          

Autor: Wolfgang A. Niemann

Eine Bibliothek, wie sie im Buche steht

 

Was steht drin im dicken Wälzer über die Geschichte der Bücherei des Mariengymnasiums

 JEVER/WAN Dieser Sonntag war ein historischer Tag für den Förderverein der Bibliothek des altehrwürdigen MG, denn er trat mit dem sogenannten Bibliotheksbuch „Die Bibliothek des Mariengymnasiums Jever – ein Kosmos für sich“ erstmals als Verleger auf.

 Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck konnte coronabedingt nur wenige Gäste im Foyer des Bibliothek begrüßen. Um so mehr freute er sich jedoch über dieses Kompendium, mit dem der Öffentlichkeit noch anschaulicher gezeigt werden könne, welche Bücherschätze hier versammelt sind. Gerade eine Bibliothek wie diese diene einschließlich ihres wissenschaftlichen Apparats als Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 Herausgeber Hartmut Peters, der das hochwertige bibliophile Buch gemeinsam mit Hans-Jürgen Klitsch und Hartmut Kroll in dreijähriger intensiver Arbeit zusammengestellt hat, erläuterte das Projekt. Im Mai 2000 sei die neue Bibliothek fertiggestellt worden und von da an habe man all die alten unschätzbaren Folianten aus dem Keller geholt. Bevor sie jedoch in die Historische Abteilung eingestellt werden konnten, mussten sie in kostspieliger Arbeit erst einmal von Diplom-Bibliothekarin Heide Ilchmann restauriert werden.

 Da habe man „Bücherschätze am offenen Herzen“ seziert und vieles von diesem Altbestand habe nun Einzug in das Bibliotheksbuch gefunden. Nur dank Sponsoren und der Mitgliedsbeiträge des Fördervereins konnten die 31500 Euro für das Buchprojekt aufgebracht werden. Was im Übrigen die reinen Herstellungskosten sind, denn die 13 Autoren lieferten ihre Beiträge honorarfrei. Und das, obwohl manche Artikel sogar wissenschaftliches Neuland betreten, wie Hartmut Kroll als Schatzmeister des Fördervereins betonte.

 Bibliotheksleiterin Dr. Anja Belemann-Smit, die selbst mit mehreren Beiträgen vertreten ist, dankte denn auch ausdrücklich der Oldenburgischen Landschaft, der Kulturstiftung der LzO, der Dr-Falko-Oellrich-Stiftung, der Philipp-Orth-Stiftung, dem Hilfsverein für das Mariengymnasium von 1837 sowie der Jürgen-Ohmstede-Stiftung für ihre namhafte finanzielle Unterstützung.

 Ihr besonderer Dank galt bei der Vorstellung außerdem Jens Zander, der für das exzellente Layout des gesamten Buches verantwortlich zeichnet. Er erläuterte den hohen Aufwand, mit dem einige der historischen Illustrationen in der sehr hohen Auflösung des Originals 1:1 reproduziert wurden. Da empfehle sich beim Studieren die Verwendung einer Lupe für all die filigranen Details.

 Das Buch beginnt mit Hartmut Peters‘ großem Abriss zur Geschichte der Bibliothek. Des weiteren gibt es Artikel zu Folianten bis aus dem 15. Jahrhundert, aber auch zu namhaften Dichtern, die in der jüngeren Vergangenheit Spuren in Jever und gerade auch am Mariengymnasium hinterließen wie Georg von der Vring und Oswalt Andrae. Als kleines Schmankerl beim Artikel zu Ulrich Jasper Seetzens Brief aus Kairo von 1809 gibt es diesen in einem Faksimile des Originals beigefügt.

 Und schließlich nahm Hans-Jürgen Klitsch Bezug auf die aktuell grassierende Pandemie. Genau eine solche beschreibt er nämlich auch in seinem Beitrag über einen Bericht über die „Pest von Danzig“ im Jahr 1709, die unter anderem sogar den Rat enthält, bloß keinen Arzt aufzusuchen. Auch hierzu finden sich alte Bilder unter den 280 Abbildungen des Buches mit seinen 374 Seiten. Erhältlich ist es nun für 39 Euro in den hiesigen Buchhandlungen aber auch im Mariengymnasium selbst.   

Autor: Wolfgang A. Niemann

Bezug des Buches über Hartmut Kroll 

Telefon: 04461-3418 

E-Mail: hartmut.kroll@ewetel.net 

Schulbesichtigung im MG

Durch die aktuelle Schulschließung mussten leider alle angefragten Führungen von Jubiläumsjahrgängen und anderen Interessierten selbstverständlich abgesagt werden.

Umso schöner, dass es bereits eine langfristige Planung der Schulleitung gibt:

03.10.2020 um 14:30 Uhr: Führung durch die Schule (40-jährige Absolvent*innen der 10. Klasse).

Haben auch Sie Interesse dieser Führung beizuwohnen, so melden Sie sich gerne.

Ihr Ansprechpartner: Herr Stück (e.jonas.stueck@mariengym-jev.de

Mit bestem Dank an Herrn Ploeger-Lobes, der uns auf diesen Termin hinwies.

MG Sommerkonzert „Let it rock“ in der Stadtkirche

  JEVER/WAN Das Motto des diesjährigen Sommerkonzerts des Mariengymnasiums zu Jever lautete „Let it rock“ und entsprechend klang es am Samstag überwiegend ziemlich rockig in der Stadtkirche. 

die mg-Voices als starker Nachwuchschor

 Da startete schon die Bläserklasse 5b mit einen „Hard Rock Blues“ und ließ es mit weiteren Stücken ganz schön krachen. Und den Anfängern standen die Kollegen vom älteren Jahrgang nicht nach, als sie sich einem ganzen Beatles-Medley widmeten. Mit dem sehr jungen Schülerchor mg-Voices kehrten Filmmelodien ein, denn nach „May it be“ (Herr der Ringe) folgte später noch „Das Farbenspiel des Windes“ (Pocahontas).

 Tradition haben längst auch die Solo-Auftritte und hier begeisterten Mariam El-Sarri, Annika Janßen, Luisa Köppen und Anna-Lena von Somnitz als stimmgewaltiges Quartett mit dem anspruchsvollen Emeli Sandé-Song „Read all about it“. Als Solist bei der Pop-AG glänzte dann Jendrik Letz gesanglich mit den ganz frischen Hits „Cordula Grün“ (Josh) und „Dieses Leben“ (Juli).

 Eingestimmt auf diesen geschlossenen Sound hatte zuvor die Pop-Combo der Musikschule Friesland/Wittmund, die erneut als Gast mitwirkte. Begleitet von Moritz Finkensieper (Gitarre) und Roland Legantke (Bass) präsentierten Angelique Honing und Carolin Ehmann mit Seafront“ und „Chirpy“ zwei wahre Ohrwürmer mit ihrem harmonischen wunderschönen Spiel auf den Querflöten. 

 Solist Piet Thiesen hatte einen solch starken Auftritt mit Gesang und Gitarre – und unterstützt durch Timon Kalk am Bass – mit dem großartigen „All I want“ der irischen Gruppe Kodaline, dass es sogar Zugabe-Rufe gab. Und dennoch tat sich hinsichtlich absolutem Höhepunkt des vielfältigen Konzerts Ungewöhnliches, denn künstlerisch schoss diesmal der Lehrerchor den Vogel ab. Hatte schon dessen Madrigal „Ich brinn und bin entzündt gen dir“ (Hans Leo Hassler) großen Beifall erhalten, erwiesen sich die Lehrkräfte mit dem nächsten Lied als beste Vorbilder für musikbegeisterte Schüler.

 „Music (was my first Love)“, den Klassiker von John Miles, setzten sie mit komplexem Arrangement und hinreißendem Satzgesang so kunstvoll um, dass allenthalben Gänsehautgefühl aufkam. Dazu passte dann als folgendes Stück die große Siegerhymne „Chariots of Fire“ (Vangelis), die die vereinigten Bläserklassen darbrachten. Bevor schließlich die Bläser-AG den großen Reigen zu einem schwungvollen Ende brachte, hatte auch der Nachwuchs, die mg-Voices, mit Queen-Melodien im Medley einen der Höhepunkte des Abends auf seiner Seite.

 Der abschließende Beifall wollte gar kein Ende nehmen und das, obwohl es dann noch Wermutstropfen gab: mit Arne Busche und Tobias Lemke verabschiedeten sich zwei unüberhörbar bei den Schülern sehr beliebte Musiklehrer vom MG. Doch auch Frauke Harland, Roland Legantke und insbesondere Frank Roloff erhielten herzliche Komplimente und kleine Präsente ihrer Schützlinge.

das Solisten-Quartett überzeugte mit Read all about it

der Lehrerchor mit Dirigent Frank Roloff ließ als strahlendes Vorbild erkennen, warum die Musikbegeisterung am MG so groß ist 
Angelique Honing und Carolin Ehmann mit zauberhaftem Flötenspiel

von Wolfgang A. Niemann

MARIENGYMNASIUM: EHEMALIGE SEHEN SICH NACH 30 JAHREN WIEDER

Im Mai 1988 haben sie am Mariengymnasium Abitur gemacht, am Sonnabend hatten die Ehemaligen bei einem Jahrgangs- treffen im Schützenhof Gelegenheit, einander viele Fragen zu stellen: Erinnerst du dich? Wohin hat es dich verschlagen? Martin Bremer, Wiebke Böhmer und Petra Dalhaus hatten das Treffen organisiert.
Martin Bremer, Wiebke Böhmer und Petra Dalhaus hatten das Treffen organisiert.

BILD: MARTIN BREMER.        Jeversches Wochenblatt vom 21.06.2018