Abitur 2022 mit Bestleistungen

Abituerienten mit Bestleistungen: von links – Hanna Diekjakobs, Marie-Christine von Somnitz, Eske Röben (mit Sportpreis „Kurti“), Annika Janßen, Sophie Pavlenko, Jakob Lüers, Hauke Memmen, Anna Klaaßen, Osama Alhariri, Helena Finke, Jule Danielmeyer und Alexander von Finckenstein

JEVER/WAN Bei der großen Abiturfeier des Mariengymnasiums Jever gab es auch wieder etliche Bestleistungen von Abiturienten zu würdigen. Allen voran die Jahrgangsbesten mit einer 1 in der Gesamtnote.

 Spitzenreiter waren hier Anna Klaaßen, deren Abitur die Gesamtnote 1,1 aufweist, gefolgt von Helena Finke und Jakob Lüers mit der Note 1,3. Doch es gab mit Jule Danielmeyer, Sophie Pavlenko, Hauke Memmen und Alexander von Finckenstein gleich noch vier weitere Abiturienten mit der Note 1,3 und nur durch marginal niedrigere Punktzahlen erst auf den folgenden Plätzen.

 Beim Vorschlagsrecht des Mariengymnasiums für Stipendien für die Besten und Engagiertesten benannte die Schule Osama Akhariri, Jakob Lüers und Hauke Memmen für ein Stipendium der „Studienstiftung des deutschen Volkes“. Voraussetzung dafür sind neben den reinen Leistungen auch gesellschaftliches Engagement, Interessen und soziale Kompetenzen. Außerdem wurde für das Begabtenförderungsprogramm des katholischen Cusanuswerkes Marie-Christine von Somnitz vorgeschlagen.

 Preise und Mitgliedschaften erhielten im Übrigen für besondere fachbezogene Leistungen Lisa-Marie Zidak (Altphilologen), Hauke Memmen (Verein für Sozialpolitik der evangelischen Kirchen in Niedersachsen), Anna Klaaßen und Osama Alhariri (Gesellschaft Deutscher Chemiker) sowie Finn Lindig und Hauke Memmen (Deutsche Physikalische Gesellschaft).

Autor: Wolfgang A. Niemann

MARIENGYMNASIUM 98 Abiturienten nehmen Zeugnisse entgegen

Schulleiter Ploeger-Lobeck schickt sie auf „HeldenReise“

„Diese Schüler haben Krisenfestigkeit bewiesen“

die 98 Abiturienten des Jahrgang 2022

JEVER/WAN Kein Abiturjahrgang seit 75 Jahren habe vor größeren Herausforderungen als dieser gestanden, seit aus der gewohnten Weltordnung vor zweieinhalb Jahren eine Weltunordnung wurde.

 Auf diese Feststellung der Vorsitzenden der Ehemaligen des Mariengymnasiums Jever Renate Janßen-Niemann gingen am Donnerstag auch die anderen Grußworte anlässlich der Abiturfeier in der Stadtkirche ein. Corona habe das Leben der Schüler völlig auf den Kopf gestellt, betonte die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs.

 Und all die Regelungen „von oben“ hätten manches noch verschlimmert, fügte Jan Edo Albers hinzu. Doch der Bürgermeister, selbst ein Ehemaliger des MG, machte auch Mut: „Gehen Sie Ihren Weg mit Überzeugung und Zuversicht.“ Ihre Krisenfestigkeit habe diese Abiturientia unter dem ständig drohenden Damoklesschwert von Quarantäne und Lockdown hinreichend bewiesen, würdigten Katja Fahle und Annette Muschalik in ihrem Grußwort des Schulelternrats die Haltung der frischgebackenen Abiturienten, und rieten, sich auch in Zukunft nicht wegzuducken vor den Problemen der Welt: „Verstehen Sie sich als Teil der Lösung!“

 Bei der Abiturrede für das Kollegium begeisterten Rabia Schadel und Dr. Georg Wagner-Kyora mit einer Ode an die Schüler, die nach Worten großer deutscher Dichter ebenso geschliffen und hintersinnig wie von köstlichem Pathos getragen war. Um so kritischer geriet dann die Abiturientenrede von Hauke Memmen, wobei er allerdings auch das hohe Engagement der Lehrer hervorhob. Von allen hätten die Schüler etwas mitbekommen und sei es nur die Fähigkeit, auch langweilige Stunden durchzustehen.

 Missstände wie zuweilen unzureichende Unterrichtsversorgung und dass dank der Politik Fahrten und andere Gemeinsamkeiten weggefallen seien, rechnete er ebenso dazu wie Mängel in der Kommunikation. Und Corona habe  es nicht gerade besser gemacht mit all den Verkomplizierungen von oben. Mit Blumenbuketts dankte Memmen  abschließend für den besonderen Einsatz der Oberstufenkoordinatoren Kati Finke und Christian Zilinksy sowie der Schulsekretärin Brigitte Eilers. Und deren Kollegin  Edith Klostermann bescheinigte er unter viel Beifall: „Egal, was war, sie fand immer eine Lösung.“

 Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck bezeichnete vieles an Memmens kritischen Worten als angemessen und er bedankte sich im Übrigen zu Beginn seiner Ansprache für den sympathischen Abi-Streich am Vortag. Bevor er anhob zu einer brillanten Abiturrede,  gab es eine Würdigung vorweg: „Das Abitur ist die Bestätigung für Intelligenz, Fleiß und Durchhaltevermögen.“

 Um dann den Weg bis dahin als eine Abenteuerreise von Helden zu beschreiben, bei der solch unerwartete Film- und Romanfiguren wie Luke Skywalker, Hamlet, Rocky Balboa und Harry Potter beispielhaft anführt wurden. Für die Heldenreise, zu der die Abiturienten nun aufbrechen, gab er ihnen mit auf den Weg: „Bleiben Sie kritisch und wachsam. Seien Sie wie jeder gute Held leicht zu begeistern, aber schwer zu beeindrucken.“

 Umrahmt wurde die Feier von hervorragenden Musikbeiträgen verschiedener Schüler. Während da „Bridge over troubled Water“ besonders gut zu diesem krisengestählten Jahrgang passte, machte Piet Thiesen solo zur Gitarre mit Sarah Leschs gallig-satirischem Lied „Testament“ unter anderem klar, dass kein Kind ein Problemkind sei, nur weil es unangepasst ist.

von Wolfgang A. Niemann

Abiturientenredner Hauke Memmen und der von ihm geehrte Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck
Hauke Memmen dankt Schulsekretärin Edith Klostermann mit einem Bukett
Piet Thiesen beim Liedvortrag „Testament“       

Zehntklässler setzen Klimawandel und Kunst ins Bild

Untertitel: AUSSTELLUNG: Kooperationsprojekt von Mariengymnasium und Rotary-Club Jever-Jeverland

FOTO: von links – Franziska Schönherr, Tina Piotrowski (beide Kunstlehrerinnen), Dr. Elisabeth Ahmels (RC-Präsidentin), Renate Janßen-Niemann (Künstlerhausleiterin und RC), Simon Freisem (Kunstlehrer), stv. Bürgermeisterin Alice Brandenburg-Bieneck 

HOOKSIEL/WAN Als „fulminantes Ergebnis von ungeahnter Dynamik“ bezeichnete Dr. Elisabeth Ahmels vom Rotary-Club Jever-Jeverland am Samstag zur Eröffnung die Kunstausstellung mit Werken von Schülern des Mariengymnasiums Jever im Saal des Hooksieler Gästehauses.

 Die Projektidee des RC war in der Schule sofort auf Begeisterung gestoßen und in den regulären Kunstunterricht eingebaut worden (wir berichteten). Fachbereichsleiterin Tina Piotrowski zeigte sich nun stolz auf die imposanten Werke der Zehntklässler zum Thema „Mit Kunst für unsere Umwelt“ und zu den zahlreichen jungen Künstlern im Saal sagte sie unter Beifall: „Ihr macht auch anderen Menschen Mut damit.“

 Ursprünglich hätte die Ausstellung im Künstlerhaus Hooksiel stattfinden sollen, das hatten coronabedingte Terminverzögerungen jedoch verhindert. So hatte dessen Leiterin Renate Janßen-Niemann bei der Wangerland Touristik GmbH um Unterstützung angefragt und die WTG half gern mit dem für diesen Zweck sehr günstigen Saal.

 Dort werden die 31 aus insgesamt 104 Kunstwerken ausgewählten Exponate nun noch bis zum 6. Mai gezeigt und es wurde eine Box aufgestellt für die Abstimmung über die Favoriten per Zettel. Für die endgültige Abstimmung per Online wird das „Jeversche Wochenblatt“ in den nächsten Tagen eine Doppelseite zur Auswahl abdrucken.

von Wolfgang A. Niemann

Wandgemälde zieht die Blicke auf sich

MG JEVER Verein der Ehemaligen hilft bei Anschaffung – Schule in Corona-Zeiten

Foto vom Marien-Wandgemälde von Aziz Elgart

JEVER/WAN Der Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever musste coronabedingt erneut seine Jahreshauptversammlung per Videokonferenz abhalten. Neben dem bevorstehenden Jubiläum war vor allem der Bericht über den Schulalltag mit Pandemie ein Thema.

 Der Jahresbericht von Renate Janßen-Niemann war aus diesem Grunde mangels Aktivitäten kurz. Die kurzfristig mit großem Engagement aller Beteiligten durchgeführte Abiturfeier am 1. Juli in der Stadtkirche sei wegen der besonderen Umstände jedoch von einer besonderen Stimmung geprägt gewesen. Seitens des Ehemaligenvorstands war dann im August die Besichtigung des großen Fräulein-Maria-Wandgemäldes im Foyer des neuen Verwaltungsgebäudes ein besonderer Termin, so die Vorsitzende.

 Der Verein war so angetan, dass er das Kunstwerk des in Wilhelmshaven lebenden marokkanischen Künstlers Aziz Elgart mit 1000 Euro unterstützte. Und dieses Werk sei „extrem gut angekommen“, erklärte Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck bei seinem Dank dafür. Er berichtet dann ausführlich von den Auswirkungen der Pandemie auf den Schulalltag, wo allein 160 Omikronfälle in diesem Jahr für einen großen Testaufwand für Schüler und Lehrkräfte und viele Belastungen gesorgt hätten.

 Er hoffe auf ein baldiges Ende der Maskenpflicht, denn die Masken belasteten das soziale und pädagogische Miteinander. Sie unterbinde Mimik und leise Nebengespräche und man sehe kein Lächeln mehr. Ohnehin habe Corona tiefe psychosoziale Spuren hinterlassen, denn allein schon die Notwendigkeit, jeden Mitmenschen als eine potentielle Gefahr wahrzunehmen, sei eine prägende Erfahrung, die bis hin zu Depressionen und mehr führe.

 Gerade auch unter diesen Eindrücken sei er hochzufrieden mit dem gesamten Team und der sehr positiven Stimmung zwischen Lehrkörper und Schülern: „Da ist viel positive Energie in der Schule.“ Das gelte auch für das neue Sorgenthema Ukraine. Die Schüler seien bereits eingestimmt auf die Aufnahme ukrainischer Schulkameraden. Zugleich bemühe man sich, jede Stigmatisierung von russischstämmigen Schülern zu verhindern, die es ohnehin derzeit schwer hätten mit all den freien Informationen hier, wenn sie daheim durch russische Staatsmedien ein völlig anderes Narrativ vorgesetzt bekämen.

 Ploeger-Lobeck freute sich im Übrigen auf den „Schnuppertag“ für neue Schüler im MG, für den es schon über 100 Anmeldungen gebe. Und natürlich haben sich bereits Arbeitsgruppen gebildet, um 2023 das 450-jährige Jubiläum des MG zu feiern. Es werde unter anderem ein Sonderlogo geben und zu den vielen Aktivitäten gehöre eine Projektwoche. Der Ehemaligen-Verein fasste denn auch hinsichtlich seiner alljährlichen Unterstützungsgelder  einen Vorratsbeschluss für den Ideenpool zum Fest über 2500 Euro für das laufende Jahr.

 Bei den fälligen Neuwahlen wurden Renate Janßen-Niemann als Vorsitzende, Dr. Matthias Bollmeyer als ihr Stellvertreter sowie Jan Edo Albers (Schriftführer), Philipp Rocker (Kommunikationswart) und Peter Tolksdorf (Organisationswart) ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Für den aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidierenden Schatzmeister Dirk Degener rückte Dietmar Rüstmann nach.       

von Wolfang A. Niemann

MARIENGYMNASIUM: Schüler legen Kräuterspirale an – Bewerbung als Umweltschule

Foto: Wolfgang A. Niemann

  JEVER/WAN An diesem Dienstag stellte die „Kräuter-AG“ des Mariengymnasiums zu Jever die von ihr geschaffene Kräuterspirale vor. Sie ist ein Teil der Bewerbung des MG für den Titel „Umweltschule in Europa“.

 Schon im letzten Schuljahr hatten Rika Geyer (12 Jahre) sowie Quentin Voß und Jelko Weerts (beide 15) mit der Planung begonnen. Unterstützt wurden sie dabei von Gerald Kühn, eigentlich Lehrer für Mathematik und Politik aber auch mit einem Faible für dieses Projekt. Corona bremste die AG zwar aus, aber die Gruppe nutzte die Zeit schon einmal für die Suche nach Sponsoren.

 So steuerte die Baumschule Meyer verschiedene Böden und die Gärtnerei Otten Pflanzerde bei und die LzO-Stiftung sorgte für eine finanzielle Unterstützung für den Kauf der Pflanzen. Beim Baumaterial aber waren die Schüler findig und bauten die eigentliche Spirale auf einem Areal neben dem Christian-Heinrich-Wolke-Haus nach dem Prinzip des „Upcycling“ mit Steinen auf, die bei der Restaurierung des Schulhofs übrig blieben.

 Wie die Schüler erläuterten, legten sie zunächst ein Kiesbett als Drainage an, bevor der Boden aufgebracht wurde. Diese Böden wiederum mussten von unterschiedlicher Beschaffenheit sein, denn manche Kräuter mögen es trocken, andere lieber feucht. Das Entscheidende aber waren die Pflanzen, denn die sollten nicht nur als Kräuter für den menschlichen Verzehr gut sein sondern auch bienen- und insektenfreundlich. Der Schulhof sei ja eher karg und weise bisher kaum Pflanzen auf.

 Gepflanzt wurden gebräuchliche Kräuter wie Thymian, Basilikum, Rosmarin und Liebstöckel. Die Bepflanzung wird noch ausgeweitet und eine Blühwiese soll die weitere Fläche bereichern, die dann auch noch umzäunt wird. „Damit wird unser Schulhof nachhaltiger und umweltfreundlicher“, betonten die drei Schüler.

 Dieses Projekt wird nun als Teil der Bewerbung eingereicht. Ein weiteres Projekt um die Thematik der Nachhaltigkeit erarbeitet derzeit die Umwelt-AG des MG und alle Beteiligten hoffen jetzt natürlich auf das Siegel als „Umweltschule in Europa“ und die ebenfalls damit verbundene Vernetzung mit gleichgesinnten Schulen.

FOTO: v.l. Quentin Voß, Jelko Weerts, Rika Geyer, Volker Meyer-Hardieck (Baumschule Meyer) und Gerald Kühn  

INTERVIEW mit Quentin Voß

JEVER/WAN Quentin Voß (15) aus Schortens wirkt in der sogenannten Kräuter-AG des Mariengymnasiums mit und hat viele Ideen und tatkräftiges Mitwirken eingebracht.

Frage: Was ist dein Beweggrund für die Teilnahme an dem Projekt?

Quentin: Der Umweltgedanke ist mir wichtig, weil er für unseren gesamten Planeten von so großer Bedeutung ist.

Frage: Äußert sich das auch in deiner privaten Lebensführung oder deinem Konsumverhalten?

Quentin: Ja, zum Beispiel beim Einkauf von Lebensmitteln. Da bitte ich meine Eltern, solche aus nachhaltigem Anbau zu kaufen, oder beispielsweise bei Eiern nur solche von freilaufenden Hühnern, und frische Sachen, die nicht aus industrieller Herstellung kommen.

Frage: Und wie hältst du es mit dem Garten bei dir zu Hause, baust du da auch Kräuter oder Gemüse an?

Quentin: Nein, ganz so weit gehe ich nicht. Aber ich helfe meinem Vater gern bei den Blumenbeeten.   

Autor: Wolfgang A. Niemann

Schulbesichtigung im MG

Durch die aktuelle Schulschließung mussten leider alle angefragten Führungen von Jubiläumsjahrgängen und anderen Interessierten selbstverständlich abgesagt werden.

Umso schöner, dass es bereits eine langfristige Planung der Schulleitung gibt:

03.10.2020 um 14:30 Uhr: Führung durch die Schule (40-jährige Absolvent*innen der 10. Klasse).

Haben auch Sie Interesse dieser Führung beizuwohnen, so melden Sie sich gerne.

Ihr Ansprechpartner: Herr Stück (e.jonas.stueck@mariengym-jev.de

Mit bestem Dank an Herrn Ploeger-Lobes, der uns auf diesen Termin hinwies.

Alumni-Treffen des Mariengymnasiums in Jever mit mehr als 200 Ehemaligen und bester Stimmung

die Siegerfotos des Selfie-Box-Wettbewerbs

  JEVER/WAN Auch zur mittlerweile fünften Auflage des Alumni-Treffens früherer Schüler des Mariengymnasiums zu Jever kamen am schon traditionellen Tag direkt nach Weihnachten erneut über 200 Ehemalige in die Mensa.

 Organisiert hatten das Zusammenkommen wieder die ARGUS (Arbeitsgemeinschaft Unsere Schule) und der Verein der Ehemaligen des MG und die hatten auch für ein sehr spaßiges Highlight zur Unterhaltung gesorgt: eine sogenannte Selfie-Box. Sogar einen Wettbewerb gab es dabei unter dem Motto „Schnapp dir deine Jahrgangskollegen“. Dabei galt es, den jeweiligen Abi-Jahrgang in möglichst kreativer Weise fürs Bild zu präsentieren.

 Die Siegerbilder hatten schließlich die Jahrgänge 2003 und 2018, doch auch ansonsten war die Box ständig belagert und sei es auch nur für ein witziges Selfie mit der einstigen Klassenkameradin oder dergleichen. Für die Sieger gab es übrigens Freibier, Freisekt, Freiselters. Insgesamt am stärksten vertreten war an diesem Abend der ganz frische Abi-Jahrgang 2019, während Peter Tolksdorf mit seinen 80 Jahren vermutlich der muntere Senior der Veranstaltung war.

 Er gehört übrigens auch seit Jahrzehnten dem Vorstand des Ehemaligenvereins an, der diesmal mit einer interessanten Neuheit aufwartete. Philipp Rocker stellte ein spezielles Netzwerk vor, das auf viel Anklang stieß. In einer von ihm kreierten Datenbank können sich Ehemalige nach Berufen registrieren lassen, um sich von aktuellen Schülern oder frischen Abiturienten finden zu lassen.

 Wenn dann zum Beispiel jemand ein Chemiestudium anstrebt, kann er über entsprechende Ehemalige so Zielführendes wie einen Tipp für einen Praktikumsplatz erfahren. Erfreulich viele im Beruf Stehende ließen sich noch während des Abends für diesen löblichen Zweck registrieren, darunter etliche Lehrer und einige Journalist als am stärksten vertretene Berufsgruppen.

 Zum Abschluss waren Katrin Finke von der ARGUS und Renate Janßen-Niemann vom Ehemaligenverein sehr zufrieden mit dem Abend, der in bester Stimmung verlief. Und sie wiesen vorsorglich bereits auf das nächste Alumni-Treffen hin, natürlich wieder am 27. Dezember.

Autor: Wolfgang A. Niemann

Weihnachtskonzert MG Jever

die Bläser-AG mit Leiter Frank Roloff – auf der Kanzel Bente Schadewald zur Lesung

  JEVER/WAN Alle Jahre wieder lädt das Mariengymnasium zu Jever zur Adventsmusik in die Stadtkirche ein und die war dazu an diesem Samstag mit gut 650 Besuchern einmal mehr bis auf den letzten Platz besetzt. Alle Altersstufen der Schüler präsentierten sich und den Anfang machten die Bläserklassen 5b und 6b mit verschiedenen „Feierlichen Fanfaren“.

 Einen ersten Höhepunkt setzte der Schülerchor mg-Voices mit dem sehr schön gesungenen „Christmas-Medley“, das Leiterin Frauke Harland exzellent arrangiert hatte. Nachdem die Bläser-AG unter Leitung von Frank Roloff einen schwungvollen „Christmas Air & Dance“ dargeboten hatte, begann Bente Schadewald von der Kanzel herab mit ihrer umrahmenden Lesung der ebenso kauzigen wie herzerwärmenden „Weihnachtsgeschichte von Ole“.

 Zunächst stimmte der Lehrerchor mit dem feingliedrigen „Hodie Christus natus est“ ein und dann machte Bente klar, dass zwar überall am Heiligen Abend die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium erzählt werde. Nur nicht im winzigen Dorf Klein-Funnixwardersiel, denn dort passierte ja einst dieses Weihnachtswunder mit dem einfältigen aber herzensguten Ole.

 Bevor es mit der Lesung weiterging, durfte ein Klassiker wie „Jungle Bells“ nicht fehlen und auch nicht der Ohrwurm „Last Christmas“. Besonders viel Beifall erhielt dann das Solisten-Ensemble mit Stevie Wonders wunderschönem friedensbeschwörendem „Someday at Christmas“, doch auch das Lehrer-Ensemble zeigte einmal mehr, dass am MG nicht nur viel Musik gemacht wird, sondern dass auch der Lehrkörper sehr musikalisch ist.

 Zum altbekannten „Ehre sei Gott in der Höhe“ gesellte sich da der Soul-Klassiker der Jackson Five „I’ll be there“ (1970), den die Lehrer zum Spiritual werden ließen. Und dann löste Bente das Rätsel um Oles Weihnachtswunder, das er bewirkte, als er in der Rolle des garstigen Wirtes Maria und Josef einfach nicht wegschicken wollte und sie in sein Wohnzimmer einlud. Zur Verblüffung und dem Jubel der Gottesdienstbesucher in Klein-Funnixwardersiel, die seither nie wieder eine andere Weihnachtsgeschichte hören wollten.

 Nach dem fröhlichen „We wish you a Merry Christmas“ der mg-Voices setzte die Pop-AG schließlich einen letzten Höhepunkt. Dieses Quintett glänzte als Rock-Band mit Jendrik Letz als souveränem Sänger und hatten „Boulevard of broken Dreams“ und „Einfach sein“ schon viel Beifall erhalten, gab es nach „Personal Jesus“, das immerhin zu den Klassikern des späten Johnny Cash zählte und hier echt überzeugen konnte, Riesenbeifall.

 Und so endete das rundum gelungene Konzert mit dem von Frauke Harland zu „Merry Christmas, Happy New Year“ umgeschriebenen Ray Charles-Klassiker „Hit the Road, Jack“ (1961), gesungen und gespielt von sämtlichen Mitwirkenden dieses stimmungsvollen Abends.

die Pop-AG begeisterte mit starken Songs

c)

die mg-Voices bei einem ihrer Vorträge

Autor: Wolfgang A. Niemann