wow: eisernes Abitur am MG Jever gefeiert

 

hintere Reihe von links – Rüdiger Teßmer, Dieter Berning, Dr. Hanna Schmedes und Edo Graalfs, vordere Reihe von links – Frank Trommer sowie die Eheleute Engeline und Hajo Müller 

 JEVER/WAN Eine Jubiläumsbegegnung der besonderen Art feierten am Dienstag sechs ehemalige Schüler des Mariengymnasiums zu Jever: das Eiserne Abitur. Vor 65 Jahren zu Ostern 1957 erhielten 16 Schüler der 13m und 18 der 13s ihre Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife.

 Nun konnte Organisator Rüdiger Teßmer – damals Wittmund, jetzt mit der weitesten Anreise aus dem Raum Heidelberg – fünf seiner ehemaligen Klassenkameraden begrüßen. Corona hatte die alljährlichen Treffen in Jever oder an einem der Wohnorte zwar unterbrochen, doch diesmal hat es wieder geklappt.

 Da alle vom damaligen Abi-Jahrgang mittlerweile Mitte 80 sind, fehlen natürlich bereits etliche, die verstorben oder zu gebrechlich sind. Diese sechs aber genossen zunächst die Kaffeetafel im Schloss-Café und abends ging es nach alter Tradition zum Abendessen ins „Haus der Getreuen“.

 Die Eisernen freuten sich im Übrigen, dass sie auch von der Vorsitzenden des Ehemaligen-Vereins Renate Janßen-Niemann begrüßt wurden. Sie wies dabei auf das 450-Jahr-Jubiläum des Mariengymnasiums im nächsten Jahr hin und lud sie zur Teilnahme ein. Alle sechs äußerten die feste Absicht, sich das nicht entgehen zu lassen.

   

GEBURTSTAG Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist 80 Jahre alt geworden

Lausiger Schüler mit Potential

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erhält anlässlich seines Vortrags von Jan Edo Albers – damals für den Verein der Ehemaligen, heute Jevers Bürgermeister – ein Buch als Dankeschön

Müller-Wohlfahrt am 1. März 2013 vor Schülern in der Aula des MG

 JEVER/WAN Er ist der mit Abstand berühmteste lebende Ehemalige des Mariengymnasiums zu Jever: Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Am heutigen Freitag feiert der weltberühmte Sportmediziner seinen 80. Geburtstag.

 Sein letzter, viel beachteter Besuch an seiner alten Schule ist jetzt neun Jahre her, doch nicht nur für seine Klassenkameraden unvergessen. Am 1. März 1963 hatten sie in der Sporthalle des MG ihre Abiturarbeiten geschrieben und exakt 50 Jahre danach kamen sie genau dort in großer Zahl wieder zusammen.

 Müller-Wohlfahrt war natürlich der Stargast und er gab bereitwillig viel Auskunft über sein Wirken als Teamarzt des FC Bayern München und der Fußballnationalmannschaft und vieles mehr. Dabei war Sport in seinen Schülerjahren nicht der einzige Grund, weshalb er ein so lausiger Schüler war, dass er sogar eine „Ehrenrunde“ drehen musste.

 Die war insofern besonders peinlich, weil einer der Gründe die 5 ausgerechnet im Fach Religion war – und das als Sohn des Pastors aus Leerhafe! Der andere Grund war im Übrigen seine andere Leidenschaft, das Spielen auf der Kirchenorgel. Das an diesem Abend denn auch gewürdigt wurde, indem sich der veranstaltende Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums mit dem Bildband „Kirchen in Ostfriesland“ für seinen Vortrag bedankte.

 Müller-Wohlfahrt, der 1961 zusammen mit Jochen Ewald auch Mitbegründer der viel später wieder aufgelebten „Old Marytown Jazzband“ war, hielt dann nach der abendlichen Feier mit seinen Klassenkameraden am folgenden Freitag auch noch einen Vortrag vor den Schülern in der voll besetzten Aula. Unumwunden gab er dabei zu, ein schlechter Schüler gewesen zu sein und wie man es selbst als solcher mit Willen, Fleiß und Durchhaltevermögen zu etwas bringen kann.

 Mehr noch aber interessierten sich die Schüler für Einzelheiten seiner vielen Erfolge. Bei denen die sportmedizinische Arbeit für die Karriere von Wunderläufer Ursain Bolt insofern besonders herausragte, als ihn der Jamaikaner bei jedem seiner Welterfolge als mitursächlich rühmte.

 Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist noch immer rührig und hat soeben auch ein weiteres Fachbuch publiziert. Der Verein der Ehemaligen steht im Übrigen im Gespräch mit seinem Vorzimmer in München und hofft, den berühmtesten aller Ehemaligen für die Feierlichkeiten zum 450-jährigen Bestehen des MG im kommenden Jahr gewinnen zu können. Ein starkes Argument dafür gäbe es ohnehin: das Diamantene Abitur im März 2023!

von Wolfgang A. Niemann

Wandgemälde zieht die Blicke auf sich

MG JEVER Verein der Ehemaligen hilft bei Anschaffung – Schule in Corona-Zeiten

Foto vom Marien-Wandgemälde von Aziz Elgart

JEVER/WAN Der Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever musste coronabedingt erneut seine Jahreshauptversammlung per Videokonferenz abhalten. Neben dem bevorstehenden Jubiläum war vor allem der Bericht über den Schulalltag mit Pandemie ein Thema.

 Der Jahresbericht von Renate Janßen-Niemann war aus diesem Grunde mangels Aktivitäten kurz. Die kurzfristig mit großem Engagement aller Beteiligten durchgeführte Abiturfeier am 1. Juli in der Stadtkirche sei wegen der besonderen Umstände jedoch von einer besonderen Stimmung geprägt gewesen. Seitens des Ehemaligenvorstands war dann im August die Besichtigung des großen Fräulein-Maria-Wandgemäldes im Foyer des neuen Verwaltungsgebäudes ein besonderer Termin, so die Vorsitzende.

 Der Verein war so angetan, dass er das Kunstwerk des in Wilhelmshaven lebenden marokkanischen Künstlers Aziz Elgart mit 1000 Euro unterstützte. Und dieses Werk sei „extrem gut angekommen“, erklärte Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck bei seinem Dank dafür. Er berichtet dann ausführlich von den Auswirkungen der Pandemie auf den Schulalltag, wo allein 160 Omikronfälle in diesem Jahr für einen großen Testaufwand für Schüler und Lehrkräfte und viele Belastungen gesorgt hätten.

 Er hoffe auf ein baldiges Ende der Maskenpflicht, denn die Masken belasteten das soziale und pädagogische Miteinander. Sie unterbinde Mimik und leise Nebengespräche und man sehe kein Lächeln mehr. Ohnehin habe Corona tiefe psychosoziale Spuren hinterlassen, denn allein schon die Notwendigkeit, jeden Mitmenschen als eine potentielle Gefahr wahrzunehmen, sei eine prägende Erfahrung, die bis hin zu Depressionen und mehr führe.

 Gerade auch unter diesen Eindrücken sei er hochzufrieden mit dem gesamten Team und der sehr positiven Stimmung zwischen Lehrkörper und Schülern: „Da ist viel positive Energie in der Schule.“ Das gelte auch für das neue Sorgenthema Ukraine. Die Schüler seien bereits eingestimmt auf die Aufnahme ukrainischer Schulkameraden. Zugleich bemühe man sich, jede Stigmatisierung von russischstämmigen Schülern zu verhindern, die es ohnehin derzeit schwer hätten mit all den freien Informationen hier, wenn sie daheim durch russische Staatsmedien ein völlig anderes Narrativ vorgesetzt bekämen.

 Ploeger-Lobeck freute sich im Übrigen auf den „Schnuppertag“ für neue Schüler im MG, für den es schon über 100 Anmeldungen gebe. Und natürlich haben sich bereits Arbeitsgruppen gebildet, um 2023 das 450-jährige Jubiläum des MG zu feiern. Es werde unter anderem ein Sonderlogo geben und zu den vielen Aktivitäten gehöre eine Projektwoche. Der Ehemaligen-Verein fasste denn auch hinsichtlich seiner alljährlichen Unterstützungsgelder  einen Vorratsbeschluss für den Ideenpool zum Fest über 2500 Euro für das laufende Jahr.

 Bei den fälligen Neuwahlen wurden Renate Janßen-Niemann als Vorsitzende, Dr. Matthias Bollmeyer als ihr Stellvertreter sowie Jan Edo Albers (Schriftführer), Philipp Rocker (Kommunikationswart) und Peter Tolksdorf (Organisationswart) ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Für den aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidierenden Schatzmeister Dirk Degener rückte Dietmar Rüstmann nach.       

von Wolfang A. Niemann

Schulbesichtigung im MG

Durch die aktuelle Schulschließung mussten leider alle angefragten Führungen von Jubiläumsjahrgängen und anderen Interessierten selbstverständlich abgesagt werden.

Umso schöner, dass es bereits eine langfristige Planung der Schulleitung gibt:

03.10.2020 um 14:30 Uhr: Führung durch die Schule (40-jährige Absolvent*innen der 10. Klasse).

Haben auch Sie Interesse dieser Führung beizuwohnen, so melden Sie sich gerne.

Ihr Ansprechpartner: Herr Stück (e.jonas.stueck@mariengym-jev.de

Mit bestem Dank an Herrn Ploeger-Lobes, der uns auf diesen Termin hinwies.

Alumni-Treffen des Mariengymnasiums in Jever mit mehr als 200 Ehemaligen und bester Stimmung

die Siegerfotos des Selfie-Box-Wettbewerbs

  JEVER/WAN Auch zur mittlerweile fünften Auflage des Alumni-Treffens früherer Schüler des Mariengymnasiums zu Jever kamen am schon traditionellen Tag direkt nach Weihnachten erneut über 200 Ehemalige in die Mensa.

 Organisiert hatten das Zusammenkommen wieder die ARGUS (Arbeitsgemeinschaft Unsere Schule) und der Verein der Ehemaligen des MG und die hatten auch für ein sehr spaßiges Highlight zur Unterhaltung gesorgt: eine sogenannte Selfie-Box. Sogar einen Wettbewerb gab es dabei unter dem Motto „Schnapp dir deine Jahrgangskollegen“. Dabei galt es, den jeweiligen Abi-Jahrgang in möglichst kreativer Weise fürs Bild zu präsentieren.

 Die Siegerbilder hatten schließlich die Jahrgänge 2003 und 2018, doch auch ansonsten war die Box ständig belagert und sei es auch nur für ein witziges Selfie mit der einstigen Klassenkameradin oder dergleichen. Für die Sieger gab es übrigens Freibier, Freisekt, Freiselters. Insgesamt am stärksten vertreten war an diesem Abend der ganz frische Abi-Jahrgang 2019, während Peter Tolksdorf mit seinen 80 Jahren vermutlich der muntere Senior der Veranstaltung war.

 Er gehört übrigens auch seit Jahrzehnten dem Vorstand des Ehemaligenvereins an, der diesmal mit einer interessanten Neuheit aufwartete. Philipp Rocker stellte ein spezielles Netzwerk vor, das auf viel Anklang stieß. In einer von ihm kreierten Datenbank können sich Ehemalige nach Berufen registrieren lassen, um sich von aktuellen Schülern oder frischen Abiturienten finden zu lassen.

 Wenn dann zum Beispiel jemand ein Chemiestudium anstrebt, kann er über entsprechende Ehemalige so Zielführendes wie einen Tipp für einen Praktikumsplatz erfahren. Erfreulich viele im Beruf Stehende ließen sich noch während des Abends für diesen löblichen Zweck registrieren, darunter etliche Lehrer und einige Journalist als am stärksten vertretene Berufsgruppen.

 Zum Abschluss waren Katrin Finke von der ARGUS und Renate Janßen-Niemann vom Ehemaligenverein sehr zufrieden mit dem Abend, der in bester Stimmung verlief. Und sie wiesen vorsorglich bereits auf das nächste Alumni-Treffen hin, natürlich wieder am 27. Dezember.

Autor: Wolfgang A. Niemann

Jahreshauptversammlung 2019 im Mariengymnasium

JEVER/WAN In ihrem Jahresrückblick freute sich Renate Janßen-Niemann als Vorsitzende des Vereins der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever auf der Jahreshauptversammlung am Freitag besonders über den konstanten Mitgliederbestand von rund 500.
Immerhin sei es bei einem Ehemaligenverein normal, dass Mitglieder altersbedingt durch Ableben ausscheiden. Das wurde 2018 jedoch durch insgesamt 18 Neueintritte ausgeglichen, wobei allein das Alumni-Treffen Weihnachten 2018 besonders erfolgreich war. Seit dieser erneut sehr gut besuchten Zusammenkunft ehemaliger MG-Absolventen ist auch die sogenannte Schnittstelle zwischen Ehemaligen und Abiturienten gut angelaufen.
Dazu berichtete Philipp Rocker über diese Berufsdatenbank, die von Oberstufenkoordinatorin Kati Finke angeregt worden war. Dieser Internetauftritt ermöglicht Abiturienten, Kontakte herzustellen zu Vereinsmitgliedern, die zu ihrem Beruf, dem Ausbildungsweg und weiteren Themen Auskunft geben und Hilfestellung vermitteln können. Auch Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck begrüßte dieses Initiative, die eine gute Anbindung an Expertenwissen ermögliche.
Bei der alljährlichen Vergabe von Fördermitteln seitens des Ehemaligenvereins wurde der Vorstand ermächtigt, bis zu 1000 Euro auf Antrag für besondere kurzfristige Ausgaben zu bewilligen. Konkrete Förderungen wurden für fünf Lizenzen für Lehrkräfte zur Benutzung der App „Actionbound“ zur Erstellung von GPS-Ralleys erteilt sowie für das MG-Logo auf den neuen Funkuhren in des Schulräumen.
Bei den fälligen Neuwahlen wurden Renate Janßen-Niemann, ihr Stellvertreter Dr. Matthias Bollmeyer, Schatzmeister Dirk Degener, Schriftführer Jan Edo Albers, Organisationswart Peter Tolksdorf sowie der Kommunikationsbeauftragte Philipp Rocker jeweils einstimmig auf weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Autor: Wolfgang A. Niemann

ALUMNI Treffen – volle Mensa am 27.12.2018 im Mariengymnasium

JEVER/WAN Auch das mittlerweile 4. Alumni-Treffen der Ehemaligen des Mariengymnasiums zu Jever war mit rund 300 Teilnehmern wieder ein voller Erfolg. Zu nicht enden wollenden Plaudereien fanden sich überall in der Mensa Gruppen zusammen.
Organisiert von der ARGUS (Arbeitsgemeinschaft Unsere Schule) und dem Verein der Ehemaligen begrüßte Oberstufenkoordinatorin Kati Fink eingangs unter anderem die weitestgereiste Teilnehmerin aus New York sowie mit Gerd Borchers aus Sande den ältesten anwesenden Ehemaligen. Der 80-Jährige wurde zum Abi-Jahrgang 1958 gezählt, er hatte das MG allerdings bereits 1955 mit dem sogenannten „Bauern-Abitur“ (Mittlere Reife) verlassen. Um so stolzer verwies er auf seinen Sohn und seine fünf Töchter: mit denen habe er gleich sechs Nachkommen, die allesamt hier das Abitur machten.
Vorgestellt wurde zwischendurch die vom Verein der Ehemaligen eingerichtete „Berufsdatenbank“ auf einer Schnittstelle der Homepage des Vereins. Per Internet helfen hier Ehemalige Abiturienten bei Fragen rund um das Studium und zur Berufsfindung. Und es gab auch eine unterhaltsame Einlage, bei der Ehemalige in Gruppen Kommentare abgeben oder fast wahre Geschichten zu Bildern aus dem Archiv der Schule vortragen sollten.
Eine Gruppe um Beate und Patrizia, Abi-Jahrgang 1984, erklärte zu interpretierbaren Bildern Leidensgeschichten von Lehrern und Schülern hinter Gittern, während Peter und seine Freunde vom Abi-Jahrgang 2013 offenbar seinerzeit ihre Probleme mit Mathematik hatten. Jedes der gezeigten Bilder schien mit dem Quälfach behaftet bis hin zu Frau Borschell mit der Flasche Dujardin. Matheaufgabe: 2 Kilogramm Weinbrand, wie viel Promille hat dann jeder der 20 Schüler?
Besonders krause Beiträge lieferten schließlich Jens Bölte, Jannes Schmacker und Tobias Halm vom Abi-Jahrgang 2011, die sogar von einer Zwillingsschule, dem „Marine-Gymnasium“ berichteten, das mit der „Mars“ ein eigenes Schulschiff unterhielt. Aber auch sonst war die Stimmung bestens und nach vier Stunden verabschiedete man sich mit dem Hinweis auf den 27. Dezember 2019 mit der dann 5. Neuauflage des Alumni-Treffens des MG.

FOTO: Jannes Schmacker (sitzend) und Jens Bölte (mit Mikrofon) unterhalten mit krausen Geschichten zu echten Archivbildern

Autor: Wolfgang A. Niemann