450 Jahre MG locker bis frech feiern

Mariengymnasium Festjahr startet mit Ehemaligen – Projektwoche, Party und Merchandising

Von Christoph Hinz

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Jever – Unter dem Leitspruch „450 – wissen wollen wirken“ bereitet sich das Mariengymnasium auf die Feierlichkeiten zum 450-jährigen Bestehen im kommenden Jahr vor. 1573 ist das Gymnasium noch von Regentin Maria als Lateinschule gegründet worden. 1003 Schülerinnen und Schüler sowie 95 Lehrkräfte hat die Schule derzeit. Die Geschichte der Schule wird im Festprogramm einen Stellenwert haben, aber das Jubiläum soll auch mit frischem Wind und ebenso viel Perspektive gefeiert werden.

Alle sind angesprochen

„Wir haben uns gefragt, was wir absolut nicht wollen“, sagt Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck. Antwort: kein mit Geschichtswissen überfrachtetes Erinnern, sondern ein kommunikatives Jahr, in dem sich alle angesprochen fühlen: Schüler, Ehemalige, Lehrer, Eltern und Mitbürger. So zeigt Maria auf dem von Sylke Sdunzig entworfenen Logo auf alle Betrachter, und aus „MG“ wird „Mit Dir Grandios“. Eine Steuergruppe aus Schülern, Lehrern und Eltern hat die Planung übernommen.

Los geht es schon in diesem Jahr am Dienstag, 27. Dezember, mit dem 6. Alumnitreffen in der Mensa. Dann wird der von Jonas Evers geschriebene Jubiläumssong „Mit Dir Grandios“ uraufgeführt.
Am Dienstag, 21. Februar, lädt der Verein der Ehemaligen in der Mensa zum „Heart of Gold“-Konzert „Those were the days“ ein. Leadsängerin Claudia Fröhling ist selbst eine Absolventin. Gratis kommen Ehemalige ins Konzert, die ein Zeugnis (auch auf dem Handy mit Ausweis oder Führerschein vorlegen.
Den Nachfahren jeverscher Juden, die auf Einladung des Gröschler-Hauses Jever besuchen, ist am Mittwoch, 19. April, ein Empfang in der Schule gewidmet. Am Tag darauf treffen sich die Oberstufenschüler mit den jüdischen Gästen.
Am Freitag, 1. September, hält MG-Absolvent Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt einen Vortrag. Der prominente Sport-mediziner blickt auf 60 Jahre Abitur zurück. „Wir haben schon angeregt, dass seine Mitschüler ihr Jahrgangstreffen auch dann machen, da hätten wir sie alle hier“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Kati Finke.

Vom 28. August bis zum 1. September ist auch die Projektwoche der Schüler zum Jubiläum geplant. Am Samstag, 2. September, gibt es von 14 bis 15.30 Uhr einen Festakt in der Aula, von 15 bis 18 Uhr präsentieren die Schüler ihre Projekte der Öffentlichkeit, und ab 18 Uhr steigt eine große Party mit DJ auf dem Schulhof.

Programm breitgefächert

Ferner geplant, aber noch nicht datiert: Quizze und Escapegames, 360-Grad-Videos aus dem frisch sanierten Mitscherlichhaus (Naturwissenschaften) für alle, die nicht kommen können. Experimente inbegriffen. Auch ein Tag der offenen Tür im Mitscherlichhaus ist angesetzt.

Es soll außerdem einen Jubiläumskalender mit Schüler-

arbeiten geben und ein Wallart-Kunstprojekt innerhalb der Schule.

Produkte und Politik

Die Schülergenossenschaft wird mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit ins Merchandising starten: Verkauft werden Pullis, Shirts und Pflegeprodukte.

Dr. Markus Gärtner führt zudem die von Georg von der Vring (1889–1968) komponierte Europahymne auf und wird darüber einen Vortrag halten. Generell sind weitere Vorträge geplant, unter anderem in der Reihe „Politik trifft Schule“ mit Landtagsabgeordneten. Die Fachschaften bereiten eigene Aktionen vor, so eine digitale Rallye zu den lateinischen Inschriften in Jever. Die Festschrift zum Jubiläum entsteht zunächst als E-Book, später in Printversion.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich für den Mail-Newsletter registrieren lassen: @ jubilaelum@mariengym-jev.de

Artikel aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 15.11.2022 entnommen.

Update der Internetseite

Aktuell ist mit Unregelmäßigkeiten im Website Betrieb zu rechnen. Grund sind erforderliche Sicherheitsupdates im Hintergrund sowie Anpassungen des Funktionsumfangs.

Bitte schreiben Sie uns einfach eine Nachricht an info@ehemalige-mgjever.de.

Ihr Ehemaligenverein

Alumnitreffen 2022 07.11.2022 |

Es ist soweit: Wir können endlich wieder das Alumnitreffen für alle Ehemaligen des Mariengymnasiums feiern!
Ihr seid am 27.12.22 herzlich zu uns in die Mensa eingeladen!
Außerdem starten wir damit auch in unser Jubiläumsjahr 2023 – das MG wird nämlich 450 Jahre alt!
Mit dabei: Die Band ehemaliger Schüler „Offbeat“
Weitere Aktionen auch für und mit unsere/n aktuellen Schüler*innen, Lehrkräfte/n und Mitarbeiter*innen folgen natürlich noch.

Autor: MG Jever

Abitur 2022 mit Bestleistungen

Abituerienten mit Bestleistungen: von links – Hanna Diekjakobs, Marie-Christine von Somnitz, Eske Röben (mit Sportpreis „Kurti“), Annika Janßen, Sophie Pavlenko, Jakob Lüers, Hauke Memmen, Anna Klaaßen, Osama Alhariri, Helena Finke, Jule Danielmeyer und Alexander von Finckenstein

JEVER/WAN Bei der großen Abiturfeier des Mariengymnasiums Jever gab es auch wieder etliche Bestleistungen von Abiturienten zu würdigen. Allen voran die Jahrgangsbesten mit einer 1 in der Gesamtnote.

 Spitzenreiter waren hier Anna Klaaßen, deren Abitur die Gesamtnote 1,1 aufweist, gefolgt von Helena Finke und Jakob Lüers mit der Note 1,3. Doch es gab mit Jule Danielmeyer, Sophie Pavlenko, Hauke Memmen und Alexander von Finckenstein gleich noch vier weitere Abiturienten mit der Note 1,3 und nur durch marginal niedrigere Punktzahlen erst auf den folgenden Plätzen.

 Beim Vorschlagsrecht des Mariengymnasiums für Stipendien für die Besten und Engagiertesten benannte die Schule Osama Akhariri, Jakob Lüers und Hauke Memmen für ein Stipendium der „Studienstiftung des deutschen Volkes“. Voraussetzung dafür sind neben den reinen Leistungen auch gesellschaftliches Engagement, Interessen und soziale Kompetenzen. Außerdem wurde für das Begabtenförderungsprogramm des katholischen Cusanuswerkes Marie-Christine von Somnitz vorgeschlagen.

 Preise und Mitgliedschaften erhielten im Übrigen für besondere fachbezogene Leistungen Lisa-Marie Zidak (Altphilologen), Hauke Memmen (Verein für Sozialpolitik der evangelischen Kirchen in Niedersachsen), Anna Klaaßen und Osama Alhariri (Gesellschaft Deutscher Chemiker) sowie Finn Lindig und Hauke Memmen (Deutsche Physikalische Gesellschaft).

Autor: Wolfgang A. Niemann

MARIENGYMNASIUM 98 Abiturienten nehmen Zeugnisse entgegen

Schulleiter Ploeger-Lobeck schickt sie auf „HeldenReise“

„Diese Schüler haben Krisenfestigkeit bewiesen“

die 98 Abiturienten des Jahrgang 2022

JEVER/WAN Kein Abiturjahrgang seit 75 Jahren habe vor größeren Herausforderungen als dieser gestanden, seit aus der gewohnten Weltordnung vor zweieinhalb Jahren eine Weltunordnung wurde.

 Auf diese Feststellung der Vorsitzenden der Ehemaligen des Mariengymnasiums Jever Renate Janßen-Niemann gingen am Donnerstag auch die anderen Grußworte anlässlich der Abiturfeier in der Stadtkirche ein. Corona habe das Leben der Schüler völlig auf den Kopf gestellt, betonte die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs.

 Und all die Regelungen „von oben“ hätten manches noch verschlimmert, fügte Jan Edo Albers hinzu. Doch der Bürgermeister, selbst ein Ehemaliger des MG, machte auch Mut: „Gehen Sie Ihren Weg mit Überzeugung und Zuversicht.“ Ihre Krisenfestigkeit habe diese Abiturientia unter dem ständig drohenden Damoklesschwert von Quarantäne und Lockdown hinreichend bewiesen, würdigten Katja Fahle und Annette Muschalik in ihrem Grußwort des Schulelternrats die Haltung der frischgebackenen Abiturienten, und rieten, sich auch in Zukunft nicht wegzuducken vor den Problemen der Welt: „Verstehen Sie sich als Teil der Lösung!“

 Bei der Abiturrede für das Kollegium begeisterten Rabia Schadel und Dr. Georg Wagner-Kyora mit einer Ode an die Schüler, die nach Worten großer deutscher Dichter ebenso geschliffen und hintersinnig wie von köstlichem Pathos getragen war. Um so kritischer geriet dann die Abiturientenrede von Hauke Memmen, wobei er allerdings auch das hohe Engagement der Lehrer hervorhob. Von allen hätten die Schüler etwas mitbekommen und sei es nur die Fähigkeit, auch langweilige Stunden durchzustehen.

 Missstände wie zuweilen unzureichende Unterrichtsversorgung und dass dank der Politik Fahrten und andere Gemeinsamkeiten weggefallen seien, rechnete er ebenso dazu wie Mängel in der Kommunikation. Und Corona habe  es nicht gerade besser gemacht mit all den Verkomplizierungen von oben. Mit Blumenbuketts dankte Memmen  abschließend für den besonderen Einsatz der Oberstufenkoordinatoren Kati Finke und Christian Zilinksy sowie der Schulsekretärin Brigitte Eilers. Und deren Kollegin  Edith Klostermann bescheinigte er unter viel Beifall: „Egal, was war, sie fand immer eine Lösung.“

 Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck bezeichnete vieles an Memmens kritischen Worten als angemessen und er bedankte sich im Übrigen zu Beginn seiner Ansprache für den sympathischen Abi-Streich am Vortag. Bevor er anhob zu einer brillanten Abiturrede,  gab es eine Würdigung vorweg: „Das Abitur ist die Bestätigung für Intelligenz, Fleiß und Durchhaltevermögen.“

 Um dann den Weg bis dahin als eine Abenteuerreise von Helden zu beschreiben, bei der solch unerwartete Film- und Romanfiguren wie Luke Skywalker, Hamlet, Rocky Balboa und Harry Potter beispielhaft anführt wurden. Für die Heldenreise, zu der die Abiturienten nun aufbrechen, gab er ihnen mit auf den Weg: „Bleiben Sie kritisch und wachsam. Seien Sie wie jeder gute Held leicht zu begeistern, aber schwer zu beeindrucken.“

 Umrahmt wurde die Feier von hervorragenden Musikbeiträgen verschiedener Schüler. Während da „Bridge over troubled Water“ besonders gut zu diesem krisengestählten Jahrgang passte, machte Piet Thiesen solo zur Gitarre mit Sarah Leschs gallig-satirischem Lied „Testament“ unter anderem klar, dass kein Kind ein Problemkind sei, nur weil es unangepasst ist.

von Wolfgang A. Niemann

Abiturientenredner Hauke Memmen und der von ihm geehrte Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck
Hauke Memmen dankt Schulsekretärin Edith Klostermann mit einem Bukett
Piet Thiesen beim Liedvortrag „Testament“       

So war die letzte Premiere der Musical-AG

MARIENGYMNASIUM Stehende Ovation im Theater am Dannhalm – Stück bleibt bis zum Schluss mitreißend

  JEVER/WAN Mit nicht enden wollenden stehenden Ovationen endete am Mittwoch im Theater am Dannhalm eine Ära: die Inszenierung von „Midnight in Berlin“ war die letzte Premiere der Musical-AG des Mariengymnasiums zu Jever unter der Ägide von Jens Marnowsky.

 Wie immer seit dem Auftakt von 1998 kam (fast) alles aus der Feder des Impresarios und auch diesmal rissen Handlung und selbstkomponierte Songs mit. Für so manchen Szenenapplaus sorgten zudem die schmissigen Tanzeinlagen, für deren Choreografie zur Msuik der bestens aufgelegten MG-Band erneut Meic Stephan gesorgt hatte. Und das bestens aufgelegte Ensemble widmete sich mit diesem Berlin-Musical den wilden 20er Jahren, die für diese Geschichte ein idealer Nährboden war.

 Zur Einstimmung wurde der Titelsong „Linie 1“ aus dem früheren Bühnenerfolg des MG dargebracht und diese S-Bahnlinie führte hier Ines (Anrike Hering), eine verträumte angehende Schriftstellerin, mit ihrem eher oberflächlichen Freund Maurice (Renke Meenen) in die andere Zeitebene. Wo sie in das legendäre Nachtleben der brodelnden Metropole geraten und an ebenso illustres wie schräges Publikum.

 Fasziniert verfolgt Ines, die zwischendurch immer wieder versucht, ihr erstes Buchmanuskript irgendwo unterzubringen, vor allem den aufstrebenden Star der Szene: Bertolt Brecht (Jule Danielmeyer). Zusammen mit Kurt Weill, Lotte Lenja und anderen Größen der Theaterszene versucht der Dramatiker, seine „Dreigroschen-Oper“ zu inszenieren. Dabei tauchen allerdings immer wieder Geldeintreiber auf und diese beiden Darstellerinnen sorgten für etliche skurrile und auch schwarzhumorige Szenen bis hin zum kleinen Badewannenmord.

 Zu den mitwirkenden Künstlern gehören dann auch Dadaisten oder Maler wie Otto Dix und Max Liebermann, während Brecht die talentlose Mizzie ((Linnea Hartwig) aufgedrängt wird und diese sich herrlich naiv-doof gebärdet. Zum Höhepunkt des unablässigen Treibens wird dann die große Probe der Dreigroschen-Oper, wo sich Polizei-Chef Jackie Brown und Gaunerkönig Peechum köstliche Hahnenkämpfe liefern, umrahmt von berauschenden Choreografien bis hin zu Charleston und Can-Can.

 Zwischendurch geht Maurice mit Tänzerin Carol fremd und die ratlose Ines findet Trost beim charmanten Gil (Philip Tran), der ihr romantische Ständchen bringt. Und ihr schließlich auch ein ebensolches Finale beschert. Viel genauer kann man diese ebenso handfeste wie ausgelassene Geschichte kaum erzählen, nur eben, dass sie bis zuletzt mitreißend bleibt.

 Der Beifallssturm im gut besuchten Theater war vollauf verdient angesichts der Leistungen des gesamten Ensembles. Die Musik war geradezu perfekt, die Choreografien ein Hingucker und die Spielfreude der jungen Schauspieler schlicht herzerfrischend. Bleibt der große Wermutstropfen: an diesem Monat und Dienstag, jeweils um 19.30 Uhr, hebt sich der Vorhang für diesen Theaterspaß der Musical-AG voraussichtlich das allerletzte Mal.

Autor: Wolfgang A. Niemann

Jahreshauptversammlung

am Freitag, dem 11. März 2022 um 19 Uhr 

digital:

https://mariengym-jev.de/iserv/public/videoconference/PND8HAyUQqgEVgaL2weEtk

Tagesordnung 

1. Begrüßung 

2. Genehmigung des Protokolls 

3. Bericht der Vorsitzenden 

4. Bericht des Schatzmeisters

5. Bericht der Rechnungsprüfer

6. Entlastung des Schatzmeisters

7. Entlastung des Vorstands 

8. Neuwahl des Vorstands 

9. Neuwahl eines Rechnungsprüfers 

10. Auswirkungen der Pandemie auf den Schulalltag 

11. Wie kann der Verein Unterstützung leisten?

12. Verschiedenes 

Renate Janßen-Niemann, Vorsitzende 

Kunst am MG

FOTO: Wolfgang A. Niemann

  JEVER Der in Wilhelmshaven lebende marokkanische Künstler Aziz Elgat schuf dieses deckenhohe 3D-Fresco im Foyer des Verwaltungsneubaus des Mariengymnasiums. Es zeigt Jevers Regentin Fräulein Maria als bildungsbewusste Herrscherin. Unübersehbar empfängt sie so jeden Lehrer, Schüler und Besucher in der Bildungsanstalt, die sie einst 1573 als Lateinschule gründete. Ermöglicht wurde das aufwendige Kunstwerk durch Spenden des Fördervereins sowie des Vereins der Ehemaligen. Eine offizielle Einweihung des beeindruckenden Bildnisses soll in Kürze erfolgen.                    

Autor: Wolfgang A. Niemann

Mariengymnasium Feierliche Zeugnisübergabe an 67 Abiturienten in der Stadtkirche – Schulleiter: „Kein Abi light“

Willensstärke und Stressresistenz bescheinigt

  JEVER/WAN Allen Widrigkeiten zum Trotz wurden die Zeugnisse für das Abitur 2021 des Mariengymnasiums zu Jever an diesem Donnerstag mit einer großen Feierstunde ausgegeben. Als schon traditioneller Gastgeber freute sich Pastor Torsten Harland in der Stadtkirche zur Begrüßung: „So schön – so viele Menschen hier!“

 Womit er wie die folgenden Redner die Belastungen der Corona-Krise ansprach. Wozu Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck aber unmissverständlich klarstellte, dass es deshalb nicht etwa ein „Abi light“ geworden sei: „Eher im Gegenteil.“ Und eine der besonderen Herausforderungen räumte in ihrem Grußwort gleich eingangs die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs ein, das Hin und Her an Erlassen und Verordnungen, die die Schulleitung oft quasi über Nacht umzusetzen hatte.

 Diesen echten Corona-Jahrgang gelte es besonders zu würdigen, betonte dann Bürgermeister Jan Edo Albers, der vor genau 25 Jahren hier selbst sein MG-Abitur feiern durfte. Renate Janßen-Niemann vom Verein der Ehemaligen des MG bescheinigte den Absolventen, dass sie mit unbändigem Willen wie die Schweiz bei der EM über Weltmeister Frankreich triumphiert und den Weg zu ihrer Europameisterschaft geebnet hätten.

 Katja Fahle und Annette Muschallik bescheinigten den Abiturienten seitens des Schulelternrats hohe Stressresistenz und gaben ihnen eine Art Kalenderspruch mit: „Man sollte viel öfter mal einen Mut-Ausbruch haben.“ Und dann starteten Schulleiter Ploeger-Lobeck und Oberstufenkoordinatorin Kati Finke ein Rededuett mit 18 Seiten Manuskript. Aber – das war so geistreich, locker und witzig, dass kein Wort zu viel erschien.

 Da überboten sie sich beim sogenannten Quartett mit Schüler-Höchstleistungen und bescheinigten ihren Schützlingen eine Meisterschaft im Finden von Lösungen angesichts immer neuer Widerstände. Dabei sei dieser Jahrgang durch die Pandemie wie keiner je zuvor in Mitleidenschaft gezogen worden, denn ihr normales Schülerleben wurde praktisch komplett abgesagt: kein Sport, keine Freizeitangebote, keine Exkursionen und Arbeitsgemeinschaften und kaum soziale Kontakte bei trotzdem hohen schulischen Ansprüchen. Dem seien sie mit viel Kreativität, Geduld und Entschlossenheit begegnet.

 Nach einem großen Dank auch für das Mitziehen der Eltern und einem philosophischen Ausflug zum Thema Lebensglück betonte Kati Finke den Unterschied, den das Abitur als Meilenstein im jungen Leben ausmacht: „Sie sollten – nun dürfen Sie wollen!“ Wie gut das Schüler-Lehrer-Verhältnis war, unterstrich Marc Luhr in seiner Abiturientenrede. Sie hätten stets gespürt, wie sehr es nicht nur ihr Anliegen sondern auch das ihrer Lehrer gewesen sei, das Ziel zu erreichen.

 Riesenbeifall folgte dann auf sein hohes Lob für die Schulsekretärinnen Edith Klostermann und Brigitte Eilers und ihre Tutoren. Aber ebenso auch auf die Ankündigung, dass es ganz kurzfristig gelungen sei, doch noch für den Freitagabend einen zünftigen Abi-Ball in der Wittmunder „Residenz“ zu arrangieren.

 Bevor die Zeugnisse ausgegeben wurden, erfolgte mit „Bridge over troubled Waters“ (Simon & Garfunkel) von einem Abiturientenquartett mit Musiklehrerin Frauke Harland der für diesen Corona-Jahrgang absolut passende Musikbeitrag. Und es gab abschließend noch einmal etwas zum Staunen, denn unter den 68 diesjährigen Abiturienten waren gleich 21 mit einer 1 vor dem Komma. Das Spitzenquartett Clemens Beisenherz (1,0), Luise Sluiter, Sarah Becker und Kareshan Mayurathan (alle 1,2) wurde besonders gewürdigt. Neben einigen anderen mit Stipendien bedachten Schülern wurden Beisenherz sowie Jonas Evers für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.

Autor: Wolfgang A. Niemann